
Historisches Ereignis: die Finalrunde 2011 findet beim ersten Interclubmeister von 1911, Genève Eaux-Vives statt.
Wenn die acht Finalrundenteilnehmer auf der Anlage des TC Genève Eaux-Vives zur Entscheidung antreten, finden die Feierlichkeiten zum Jubiläum der 100. Interclub-Saison in vielerlei Hinsicht ihren Höhepunkt. Neben dem aussergewöhnlichen Ambiente in einem der traditionsreichsten Clubs der Schweiz, der vor 100 Jahren auch der erste Interclub-Meister war, einem Gala-Abend zum Jubiläum und dem traditionellen Spielerabend, steht aber auch in diesem Jahr die sportliche Leistung im Zentrum.
Traditionsreiches Duell im Halbfinal
Gastgeber Genève Eaux-Vives trifft im Halbfinale auf die Grasshoppers aus Zürich. Bei diesem Aufeinandertreffen handelt es sich wahrscheinlich um das älteste Duell der NLA. Die beiden Clubs, die zusammen mit 47 Finalsiegen fast die Hälfte aller bisher vergebenen Interclub-Meistertitel gewannen, standen sich in den letzten zehn Jahren gleich sieben Mal an einer Finalrunde gegenüber. Konnten sich zu Beginn des Jahrtausends jeweils die Zürcher durchsetzen, entschieden die Genfer die letzten zwei Duelle für sich. In diesem Jahr deuten die Vorzeichen auch eher zu Gunsten der Romands, die mit einem starken Kader zur Jubiläumssaison angetreten sind.
In der zweiten Halbfinalbegegnung kommt es zum Duell zwischen dem Aufsteiger Centre Sportif de Cologny und dem Überflieger der letzten drei Jahre, dem TC Ried Wollerau. Der Gruppensieger Cologny liess in der Vorrunde keine Zweifel an seinen Titelambitionen aufkommen und dominierte die bisherige Saison nach Belieben. Mit fünf Spielern aus den Top 200 der Welt stellen die Genfer eine ausgesprochen starke Equipe. Ried Wollerau seinerseits hofft nach einer etwas glücklosen Vorrunde mit zwei Niederlagen auf mehr Wettkampfglück in der Endphase.
Grasshopper ZH Favoriten bei den Damen
Bei den Damen fällt die Favoritenrolle den Grasshoppers zu. Die Zürcherinnen, die nur einheimische Spielerinnen in ihrem Kader haben, gewannen alle Begegnungen der Gruppenspiele klar. Besonders in Form gespielt hat sich die Teamleaderin und Schweizer Nummer zwei Stefanie Vögele, die zu einer zuverlässigen Punktelieferantin wurde. Im Halbfinale treffen die Zürcherinnen auf Titelverteidiger Chiasso. Die Tessinerinnen weisen bis anhin eine durchzogene Saison mit nur zwei Siegen aus fünf Begegnungen auf und müssen sich an der Finalissima klar steigern, wollen sie das gesteckte Ziel der Titelverteidigung erreichen.
Im anderen Halbfinale stehen sich Mail NE und Ried Wollerau gegenüber. Beide Teams treten mit einer Mischung aus Routine und Newcomern an. Mail NE zeigte während der ganzen Vorrunde eine solide Leistung und sicherte sich den Finalrundeplatz problemlos. Ried Wollerau seinerseits holte sich den Platz unter den besten Vier erst mit dem Sieg gegen Luzern Lido in der fünften und letzen Vorrunde.
Zuschauer erwünscht
Der Kampf um den Schweizermeister-Titel in der höchsten nationalen Tennisliga wird am 13. und 14. August 2011 auf der Anlage vom TC Genève Eaux-Vives ausgetragen. Tickets können an der Tageskasse (CHF 8.00) bezogen werden. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Spielbeginn ist am Samstag um 09.00 Uhr (Damen) und 11.00 Uhr (Herren). Die Finalpartien am Sonntag beginnen um 10.00 Uhr. Die aktuellsten Informationen dazu finden Sie auf www.swisstennis.ch.
Das Schweizer Sportfernsehen zeigt am 25. August 2011 um 21.30 Uhr und am 26. August 2011 um 19.30 Uhr in einem 24-minütigen Magazin eine Hommage an den Interclub und seine 100-jährige Erfolgsgeschichte.
Halbfinals vom 13. August 2011
Damen: Grasshopper ZH - Chiasso, Mail NE - Ried Wollerau (9.00 Uhr)
Herren: Centre Sportif de Cologny - Ried Wollerau, Genève Eaux-Vives - Grasshoppers (not before 11.00 Uhr)
Weitere Informationen zur Finalrunde finden Sie hier.