«Build the next generation»

19. März 2019, 15:22

«Build the next generation»

Dominic Stricker

Dominic Stricker

«Wir betreiben eine umfassende und nachhaltige Nachwuchsförderung» heisst es in unserem neuen Leitbild. Das hört sich gut an. Aber was bedeutet dieses übergeordnete Ziel konkret und wie wird diese vielzitierte Nachhaltigkeit auch tatsächlich sichergestellt.

Unsere Definition von Nachhaltigkeit im Spitzensport lautet wie folgt: «Das in einen Athleten oder in eine Athletin investierte Kapital und die investierte Zeit soll dem Athleten und dem Verband über einen längeren Zeitraum, idealerweise lebenslang, einen spürbaren Mehrwert bringen.»
 
Ein Beispiel aus der Praxis soll diesen Ansatz verdeutlichen: Nicht jeder Athlet schafft den Durchbruch als Profi. Wenn ein Leistungssportler sich aber dank der in ihn gesteckten Investitionen so gut entwickelt, dass er Stipendium an einer Universität in den USA erhält, dadurch kostenlos studieren und einen Abschluss erreicht, der ihm oder ihr eine entsprechende berufliche Stellung ermöglicht, dann wurde dies auch durch den Tennissport ermöglicht.
 
Natürlich ist das Ziel von Swiss Tennis als klassischer Nachwuchsverband im Spitzensport, dass unsere JuniorInnen mittelfristig gewisse Meilensteine erreichen:

  • Zu den ITF-Top-100 gehören
  • Teilnahme und gutes Abschneiden im Hauptfeld von Grand-Slam-Turnieren der Junioren
  • Gutes Abschneiden bei den Europameisterschaften, den Youth Olympic Games und den Team Cups 12&U und 14&U
  • Vorstoss in die Top-300 der Welt auf der ATP- oder WTA-Tour 

Doch nicht alle schaffen den Durchbruch bis ganz an die Spitze und können vom Tennis leben. Hingegen können sehr viele, die sich als Leistungs- und Spitzensportler versucht haben, lebenslang von der «Lebensschule Sport» profitieren. Sportler gelten als zielstrebig, diszipliniert, willensstark, wollen sich stets verbessern, können mit Niederlagen umgehen, sind selbständig, organisatorisch stark und streben nach Perfektion oder zumindest Erfolg. Alles Eigenschaften, die auch später, nach einer Sportlerkarriere oder wenn es eben nicht ganz an die Spitze reicht, im Berufsleben gefragt sind. Die Ausbildung zum Top-Athleten lohnt sich also in jedem Fall. «Die Erfahrungen als Spitzensportler bringen den Athleten einen Mehrwert – lebenslang», sagt Alessandro Greco, Leiter Spitzensport bei Swiss Tennis.  
 
Wie unterstützt Swiss Tennis Athleten nachhaltig?
Als typischer Nachwuchsverband muss Swiss Tennis grundsätzlich flexibel sein. Nicht für alle funktioniert der genau gleiche Ausbildungsweg. Deshalb gibt es zwar das übergeordnete Förderkonzept, aber es gilt auch, die verschiedenen Wege einzelner Athleten zu berücksichtigen und zu finanzieren. Denn: Solange das Potential erfüllt und die Zielsetzungen erreicht werden, unterstützt Swiss Tennis alle Athleten und zwar über alle Stufen hinweg. 
 
Gleiche Leidenschaft, gleiches Ziel, unterschiedliche Wege
Lernen Sie in den folgenden Videoporträts drei Nachwuchshoffnungen und ihren jeweiligen Weg kennen.


Die nächste Generation entsteht täglich neu
Eine Generation dauert normalerweise rund 25 Jahre. Doch natürlich wartet Swiss Tennis nie 25 Jahre, um sich um die nächste Generation zu kümmern. Im Gegenteil. Jeder neue Jahrgang ist unsere «next generation». Diese gezielt zu fördern, heisst auch: sie zu kennen, sie täglich zu motivieren und ihnen helfen, sich weiterzuentwickeln. Und das kann Swiss Tennis nicht alleine bewerkstelligen. Dazu braucht es Partner – und zwar gute Partner.
 
Diese haben wir – in unterschiedlichen Formen. Einerseits stützen wir uns auf unser Netzwerk an Partner Academies, die bei der Erfüllung diverser Kriterien zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten. Es gibt aber auch gezielte Familienprojekte, die für die AthletInnen optimal funktionieren. Und natürlich gibt es Hunderte von ausgezeichneten Tennisschulen, welche täglich die zentrale Basisarbeit leisten. Sie alle unterstützt Swiss Tennis mit einer umfassenden Förderstruktur, mit Dienstleistungen und mit finanziellen Mitteln.

In den vergangenen Jahren hat der Förderbeitrag von Swiss Tennis in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic und der Sporthilfe deutlich zugenommen. Dies schlug sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere in der neustrukturieren überregionalen Förderung nieder.
 
Der Geschäftsbericht von Swiss Tennis kann hier heruntergeladen werden.
 
 

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