126. Delegiertenversammlung: Zum Jubiläum ist auch der Bundespräsident zu Gast

04. September 2021, 15:13

126. Delegiertenversammlung: Zum Jubiläum ist auch der Bundespräsident zu Gast

Swiss Tennis Präsident René Stammbach darf auf ein erfolgreiches Jahr und eine gelungene Jubiläumsdelegiertenversammlung zurückschauen

2021 feiert Swiss Tennis sein 125-jähriges Jubiläum. Auch der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin freut sich mit und richtete an der heutigen Delegiertenversammlung in Bern eine kurze Grussbotschaft und Glückwünsche an die anwesende Verbandsführung und die Delegierten aus allen Landesteilen. Ausserdem konnte Verbandspräsident René Stammbach alles in allem eine gute Bilanz des Corona-Jahres 2020 ziehen und sechs Personen die goldene Ehrennadel für ihre Verdienste im Tennissport verleihen, darunter mit Adolf Ogi ein ehemaliger Bundespräsident, der ebenfalls vor Ort weilte. Die kürzlich zurückgetretene Spitzenspielerin Timea Bacsinszky wurde zum Ehrenmitglied gewählt.

Zu den Highlights der 126. Delegiertenversammlung, die sich mit dem Corona-Jahr 2020 und dem Jubiläum 2021 beschäftigte, gehörte der Besuch des aktuellen Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin, der es sich nicht nehmen liess, den anwesenden 82 Delegierten und der Verbandsspitze des ältesten Tennisverbandes in Kontinentaleuropa persönlich zu gratulieren: «Das Schweizer Tennis ist seit Jahrzehnten ein Quell schöner Erfolgsmomente. Tennis hat einen unglaublich hohen Stellenwert in unserem Land und ist mit eine der populärsten Sportarten, was die Zuschauer und auch die Anzahl Amateurspieler betrifft. Ich weiss, dahinter steckt viel harte Arbeit. Von den Spielern, von den Familien, von den unzähligen regionalen Clubs, aber auch von Swiss Tennis. Deshalb möchte ich mich bei ihnen allen für meine Kurzweile am Wochenende beim Tennisschauen herzlichst bedanken.» 
 
Dank des Präsidenten an die Tennis-Schweiz
Im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2020 zog Swiss Tennis Präsident René Stammbach ein mehrheitlich positives Fazit. Besonders erfreulich taxierte Stammbach die gezeigten Fähigkeiten der Tennis-Schweiz, angesichts der schwierigen Umstände zu antizipieren, sich anzupassen und zu führen, wenn Entscheidungen getroffen werden mussten. Die Umsetzung der jeweils gültigen Schutzmassnahmen sei praktisch überall vorbildlich verlaufen, so dass die frühe Öffnung der Tennisanlagen nach dem Lockdown auch im Nachhinein die richtige Entscheidung war. Stammbach bedankte sich bei der gesamten Tennis-Community für den bisherigen Zusammenhalt und die Treue der Mitglieder zu ihren Clubs und Centern  und das Vertrauen dieser zum Verband.
 
Dank Einsparungen und nicht realisierter Projekte positiver Abschluss
Bei einem Gesamtumsatz von CHF 12.2 Mio konnte Swiss Tennis das Berichtsjahr mit einem realisierten Jahresergebnis von CHF 337 748.01 abschliessen. Ein Verlust in der Höhe von CHF 374 000.00 aus den Davis Cup/Billie Jean King Cup-Begegnungen 2020 konnten vollumfänglich zu Lasten der Erfolgsrechnung verbucht werden. Auf Einnahmenseite erfolgte ein Minderertrag von rund einer halben Million Franken, insbesondere durch die Rückzüge der Interclub-Teams in der verkürzten Saison 2020, die fast ein Jahr andauernde Kurzarbeit wurde mit CHF 0.5. Mio entschädigt. Das positive Abschlussresultat konnte nur erzielt werden, da substantielle Einsparungen vollzogen und geplante Projekte nicht realisiert wurden (Minderaufwand von rund CHF 0.7. Mio).
 
Schäden zu 52% gedeckt
Im Rahmen des Stabilisierungspakets Sport 2020 wurden Swiss Tennis von den verschiedenen Stakeholdern (Clubs, Center, Organisatoren internationaler Turniere, Partner Academies, SPTA und RVs) Schäden in der Höhe von CHF 18 086  618.68 gemeldet. In insgesamt vier Auszahlungstranchen erhielt Swiss Tennis vom Bund ein Total von CHF 9 395 570.00 zum Verteilen an die Geschädigten. Stammbach dankte sowohl der Landesregierung und dem Parlament als auch dem zuständigen Bundesamt für Sport (Baspo) und Swiss Olympic dafür, dass dank dieser Unterstützung 51.95% der entstandenen Schäden gedeckt werden konnten.
 
Die Jahresrechnung 2020 sowie der Voranschlag für das Geschäftsjahr 2021/22 ein Ertragsüberschuss von CHF 37 500.00 prognostiziert, wurden angenommen. Ebenso stimmten die Delegierten dem Vorschlag zu, die Mitgliedergebühren nicht zu erhöhen.
 
125 Jahre für den Tennissport in der Schweiz
René Stammbach präsentierte anschliessend eine Auswahl an Highlights der vergangenen 125 Jahre, die mit den in diesem Jahr lancierten Aktionen zugunsten der Tennisclubs und -center endete.
 
So lautet beispielsweise das Fazit der Jubiläumsmitgliedschaft – 125 Franken für Neumitglieder für die Saison 2021: 515 teilnehmende Clubs und schliesslich 4 649 neugewonnene Mitglieder. Aufgrund der verheerenden Auswirkungen des zweiten Lockdowns im Winter 2020/21 insbesondere auf die Tenniscenter, die bedeutende Umsatzeinbrüche aufgrund der angeordneten Schliessungen zur Folge hatten, verzichtete Swiss Tennis auf die Platzgebühren für das gesamte Jahr 2021 und unterstützte – auch finanziell – die Gründung eines Centerverbandes, der sich für die Anliegen der Tenniscenter einsetzt. Im Sinn von «Geteilte Freude ist doppelte Freude» erhält ab sofort jedes Swiss Tennis-Mitglied (Club oder Center), das – beginnend mit dem 25-Jahr-Jubiläum, danach in Schritten von 25 Jahren – neu ein Jubiläum feiert, einen kleinen finanziellen Zustupf, der für den Club oder das Center und seine Mitglieder eingesetzt wird.

Rund CHF 400 000.00 wurden zusätzlich investiert, um neu mehr internationale Profiturniere in der Schweiz durchzuführen und so dem Nachwuchs den schwierigen Übergang zum Profi etwas zu erleichtern. Zwei neue Challenger-Turniere – Lugano und Mitte September Biel, dazu kommen vier Turniere der ITF World Tennis Tour (W60, 2x M25, M15) sowie mehrere Turniere der ITF-Junioren- und der Tennis-Europe-Tour. 
 
Grosses Engagement für den Tennissport geehrt
Gleich sechsmal übergab René Stammbach zusammen mit den Vize-Präsidentinnen Christiane Jolissaint und Ruth Wipfli Steinegger die goldene Ehrennadel für besondere Verdienste rund um den Tennissport in der Schweiz. Unter den Empfängern waren neben verdienten Tennisfunktionären wie die Bündner Waldemar Jakob und Hans Markutt, der Berner Heiri Müller sowie der kürzlich verstorbene Klaus Stehler, dem die goldene Ehrennadel posthum verliehen wurde, auch Alt-Bundespräsident Adolf Ogi, der sich als Präsident des Advisory Boards des Swiss Open Gstaad sehr verdient gemacht hat und die Radiolegende und Tennisexperte Berni Schär.
 
Der einzigen Frau in der Runde der Geehrten wurde die Ehrenmitgliedschaft von Swiss Tennis verliehen. Als 66. Person in der Geschichte des Verbandes erhielt die kürzlich zurückgetretene Spitzenspielerin Timea Bacsinszky diese verliehen.
 
Ehrenmitglieder und Träger der goldenen Ehrennadel

Bildergalerie

Die 127. Delegiertenversammlung von Swiss Tennis wird am 26. März 2022 im Swissôtel Kursaal Bern, stattfinden. Es stehen dann auch die Erneuerungswahlen des Präsidiums und des Zentralvorstandes von Swiss Tennis an.

 

Ein Videobericht der heutigen Delegiertenversammlung sowie die Rede des Bundespräsidenten auf Video und die komplette Videogalerie folgen raschmöglichst. 

 

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