#2 Von Fuss bis Kopf: die Hüfte als Bindeglied

02. April 2020, 8:26

#2 Von Fuss bis Kopf: die Hüfte als Bindeglied

Die Hüfte ist das Bindeglied zwischen Ober- und Unterkörper. 
Bild: Anton Mislawsky/Pixabay

 

Nach dem Start dieser Trainingsübungen unseres Headcoaches Kondition mit der #1, den Füssen, rutschen wir nun ein Stück nach oben im Körper – nämlich zu den Hüften. Erfahren Sie, warum diese auch mithelfen können, Rückenschmerzen zu vermindern. 

Die Hüfte liegt oberhalb und der Fuss unterhalb der Knie, beide Gelenke unterstützen dessen Stabilität. Sie ist zudem das Bindeglied vom Unterkörper zum Oberkörper und damit hat die Hüftstabilität auch Auswirkungen auf den Oberkörper – im Speziellen auf die Wirbelsäule.

Zusammen mit der Rumpfmuskulatur bildet die Hüfte somit das Zentrum der allgemeinen Körperstabilität. Beim Tennisspielen wird jeder Schlag über die Füsse (Energieursprung) ausgelöst. Die Energie wird dann über die Beine, Hüfte und Rumpf in die Arme und schlussendlich auf den Tennisschläger übertragen. Als Bindeglied wie oben beschrieben nimmt die Hüfte also eine zentrale Rolle ein. Es lohnt sich also, Zeit in die Hüftkraft zu investieren. Eine gute Körperstatik durch eine stabile Hüftregion ermöglicht ein schmerzfreies Leben im eigenen Körper. Entsprechende Übungen finden Sie im nachfolgenden Video und der untenstehenden Bildergalerie. Eine Übersicht aller erschienener und geplanter Beiträge finden Sie hier. 

Wichtige Punkte:

  • Bei allen Übungen hat die Bauchmuskulatur eine stabilisierende Aufgabe. Sie ist somit angespannt, jedoch soll regelmässiges Atmen weiterhin möglich sein (keine Pressatmung!)
  • Die Muskeln um die Hüfte sind kräftige Muskeln, weil einige von ihnen einen grossen Querschnitt haben. Dadurch soll das Gefühl während der Belastung intensiv belastend sein. Wer Zusatzgewichte oder Elastikbänder zur Verfügung hat, kann diese zur Intensitätssteigerung einsetzen.
  • Die Wiederholungen und Serien sind individuell. Ein guter Durchschnitt sind ca 4 Serien à je 30 Wiederholungen. Ein Arbeits- und Pausenrhythmus von 40 Sekunden / 20 Sekunden (z.B. mit der App «Gymboss») kann die Intensität erhöhen. Die Steuerung der Intensität soll über das individuelle Gefühl verlaufen (es darf sich anstrengend anfühlen!).
  • Die Übungen sollen jeweils einen grossen bis maximalen Bewegungsumfang haben (maximum range of motion = ROM). Damit kann die Hüftkraft beim Tennisspielen auch in den extremen defensiven Positionen eingesetzt werden. Auf diese Art können Zerrungen verhindert werden.


 
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