Aktiver Austausch der Schweizer Juniorenverantwortlichen

11. Dezember 2019, 10:34

Aktiver Austausch der Schweizer Juniorenverantwortlichen

Mehr als 200 interessierte Juniorenverantwortliche aus den Schweizer Tennisclubs und –centern trafen sich am vergangenen Samstag in der Swiss Tennis Arena zur Weiterbildung und zum Austausch zu den für alle relevanten Themen: «Die nicht-leistungsorientierten Jugendlichen» oder «Wie machen wir den Club attraktiver für die Jugendlichen?» 

Christiane Jolissaint, Vizepräsidentin von Swiss Tennis, eröffnete das Forum, das zum 5. Mal in dieser Form stattfand und lobte die wertvolle Arbeit der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder.  

Clubs rechnen zu wenig ab 

Gregor Hauser, Leiter Breitensport von Swiss Tennis, informierte anschliessend über die News aus dem Haus Jugend und Sport J+S. Viele Clubs rechnen leider die Wettkämpfe nicht ab und können deshalb nicht von der finanziellen Unterstützung profitieren. Hauser gab wichtige Informationen zum korrekten Abrechnen der Angebote und fordert die Juniorenverantwortlichen auf, die Jugendlichen und Eltern ebenfalls gut zu Informieren. 

Jürg Bühler, Leiter Ausbildung beim Verband, präsentierte anschliessend das Thema des Tages. Ziel des Kids-Tennis-Programm soll sein, dass Einsteiger rasch positive Spielerlebnisse erleben und bis ins Jugendalter hinaus motiviert beim Tennissport bleiben. Denn aktuell spielen nur rund 25% Prozent der Jugendlichen Junioren-Interclub. Was machen die anderen? Stellen die Clubs auch für diese weniger leistungsorientierten Jugendlichen genügend Angebote zur Verfügung? Oder fühlen sie sich im Club gar nicht mehr gut aufgehoben?  

Spannende Diskussionen resultieren in neuen Ideen 

Aus der Kinder- und Jugendpsychologie weiss man, dass diese Teenager vor allem ein soziales Motiv mitbringen und unter ihresgleichen (Peer Group) aktiv sein wollen. Eltern oder autoritäre Trainer sind absolut unpassend und die Events für diese Zielgruppe müssen farbig und abwechslungsreich sein. Die teilnehmenden Clubvertreter diskutieren anschliessend in 16 Kleingruppen die Fragen «Was bieten wir diesen Jugendlichen?» und «Was könnten wir anpassen?». Die Teilnehmenden waren äusserst aktiv und konzentriert bei der Sache und so konnten unzählige interessante Aktivitäten oder Ideen gesammelt werden, die anschliessend im Plenum vorgestellt und diskutiert wurden.  

Praktische Beispiele aus sechs Clubs  

Nach dem Mittag stellte Lucien Schenk, Verantwortlicher Kids Tennis, sechs Beispiele aus der Praxis in den Tennisclub detaillierter vor. Der TC Wettswil, das Tenniscenter Zofingen, der TC Burgdorf, der TC Fällanden, der RV Berner Oberland und der TC Jegenstorf präsentierten eigene, sehr erfolgreich durchgeführte Events mit Jugendlichen. Wichtig bei der Planung und Durchführung solcher Events ist es, dass auch jüngeren Clubmitgliedern Verantwortung übertragen wird, diese ins Organisationskomitee eingebunden werden und die Programminhalte mitgestalten können. Zusätzlich sollen die jungen Clubmitglieder selber für das Event Jugendliche mobilisieren und über zielgruppengerechte Kommunikationskanäle (Insta, Snapchat, Whatsapp, GotCourts, usw.) Werbung für den Event machen. 

Ergänzt wurde das vielfältige Programm durch GotCourts, welche die Möglichkeiten zur Vernetzung über ihre App vorstellte, für die insbesondere die genannte Zielgruppe eine grosse Affinität aufweist. Last but not least ging Gregor Hauser auf die Einsteiger-Lizenzturniere für Jugendliche ein und stellte den Team Cup näher vor. Auch das neueste Wettkampfangebot für Sommer 2020, die «Team Challenge», eine Verlängerung des Interclubs in den Herbst hinein, wurde vorgestellt. «Tennis wird immer mehr zum Teamsport! Ich freue mich auf das neue Format. Ganz besonders auf die Kategorie Mixed», schaut Hauser positiv aufs neue Jahr.  

 


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