Psyche

Das von Swiss Tennis und J+S entwickelte Ausbildungsprogramm Tennis ist einerseits nach Spielniveau (Taktik, Koordination), andererseits nach Alter (Physis, Psyche) aufgebaut. Leitende, Trainer und Lehrer erhalten beim Klicken auf die entsprechenden Felder spielnahe Übungen und Spielformen für ihren Tennisunterricht.

Basierend auf den 5 Basis-Spielsituationen sowie den gängigen Faktoren bei Physis und Psyche wurden im Ausbildungsprogramm Tennis Kompetenzen je Teilbereich definiert. Für jede Kompetenz finden sich Übungen und Spielformen, die jeweils nach dem Prinzip «Erwerben – Anwenden – Gestalten» aufgebaut sind und teilweise mit Grafiken ergänzt werden.

Die Übungen eignen sich für Tennisspielerinnen und –spieler jeden Alters sowie für die Spielniveaus «Einsteiger» bis «R3».

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Was ist Sportpsychologie

Was ist Sportpsychologie?

„Mentale Stärke ist lernbar“

Schlagzeilen wie „Tennis läuft zu 95% im Kopf ab“ liest man öfters. Ob das wirklich stimmt, ist schwierig zu überprüfen. Tatsache ist aber, dass viel im Kopf abläuft und dass im Tennis Konzentration und Selbstvertrauen wichtig sind.

Das Ziel aller sportpsychologischen Massnahmen ist immer die Steigerung der Leistung. Gerade in kritischen Wettkampfsituationen ist die „mentale Stärke“ oft ein entscheidender Faktor. Es geht in der Sportpsychologie aber nicht um die Vermittlung von „Pauschallösungen“ oder „Psychotricks“, sondern um die individuelle Herausarbeitung von Stärken und Schwächen und somit um die Verbesserung der mentalen Stärke.

Im Zusammenhang mit Mentaltraining und Sportpsychologie grassieren viele Vorurteile (Nemeckova, 2010): 

  • „Beim Sportpsychologen muss ich auf die Coach“
  • Nein, eben nicht. Mentaltraining sollte vor allem auf dem Tennisplatz mit einem gut ausgebildeten Tennistrainer stattfinden. Zum Teil kann das Mentaltraining auch beim Sportpsychologen oder Mentaltrainer neben dem Platz durchgeführt werden, sollte dann aber immer abwechslungsreich sein (z.B. mit Arbeitsblättern, Videobeispielen oder Rollenspielen).
  • „Sportpsychologie ist nur etwas für Problemathleten“
  • Psychologisches Training (Mentaltraining) sollte in erster Linie als „Krafttraining für den Kopf“ betrachtet werden. Es sollte genauso in den Trainingsplan integriert sein wie das Konditions- und Techniktraining. Ein Sportpsychologe oder gut ausgebildeter Trainer aber auch in Krisen als „mentale Feuerwehr“ agieren (z.B. beim Wiedereinstieg nach Verletzungen oder bei Motivationslöchern).
  • „Sportpsychologie bringt nichts“
  • Verschiedene Studien haben gezeigt, dass erfolgreiche Sportler nachweislich über bessere Konzentrationsfähigkeiten, über ein höheres Selbstvertrauen und über eine bessere Emotionsregulation verfügen als weniger erfolgreiche Sportler (Krane, 2001). Ebenfalls wurde herausgefunden, dass mit gezieltem Training die genannten pychologischen Faktoren verbesserte werden können (Weinberg und Comar, 1994 oder Elbe, 2003). Mentale Stärke ist lernbar!
  • „Der Sportpsychologe ist ein Magier“
  • Der professionelle Sportpsychologe, Mentaltrainer und Tennistrainer ist sich bewusst, dass eine Verbesserung der mentalen Stärke nur langfristig und mit viel Training erreicht werden kann. Kurzfristige Erfolgsversprechen sind unseriös.

 

Sportpsychologie bei Swiss Tennis

Sportpsychologie bei Swiss Tennis

Sportpsychologische Dienstleistungen und Massnahmen werden bei Swiss Tennis auf zwei Ebenen vermittelt und angewendet:

1. Nachwuchsförderung

Die sportpsychologischen Ausbildungsziele für Regional- und Nationalkaderspieler sind im Player Development beschrieben.

Nationales Leistungszentrum (NLZ):

Das NLZ arbeitet mit von Swiss Olympic anerkannten Sportpsychologen und Mentaltrainern zusammen. Diese sind Mitglied der SASP. Es werden Gruppen-Schulungen und, bei Bedarf, auch individuelle Beratungen durchgeführt.

Tennisclubs/Tennisschulen:

Die ausgebildeten Trainer und Leiter in den Tennisclubs und Tennisschulen kennen Trainingsformen für die Verbesserung der mentalen Stärke. Swiss Tennis kann für die Durchführung von Workshops auch tennisspezifisch ausgebildete Mentaltrainer und Sportpsychologen empfehlen. Swiss Tennis stellt für Elternabende Dokumente zur Verfügung und kann bei Bedarf Referenten empfehlen.
 

2. Ausbildung

In den Aus- und Fortbildungskursen werden auch psychologische Themen vermittelt. Hier finden Sie alle Informationen zum vielfältigen Kursplan.
 

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