04. März 2020, 1:29

Die Rechte des Gastgebers

Als Gastgeber kümmert man sich um das Wohl seiner Gäste – und das tun die Peruaner für die Schweizer Delegation in Lima mit ihrer äusserst herzlichen und fürsorglichen Art hervorragend! Aber ganz so selbstlos sind sie dann doch nicht, wenn es sich um die bevorstehende Begegnung gegen die Schweiz handelt.

Nach den Bedingungen vor Ort befragt, gab der Captain des Securitas Swiss Davis Cup Teams an, dass der Sandplatz im schmucken Stadion im Lawn Club de la Exposicion an einigen Stellen doch noch etwas weich sei und deshalb die Bälle auch mal verspringen. Er hoffe jedoch, dass das die nächsten Tage noch ändere.

Eine Hoffnung, die sich vielleicht nicht erfüllen wird. Denn auf der Gegenseite zählt das peruanische Team auf zwei Stärken: ihre Fans... und den Platz.

Wie die peruanische Nummer eins, Juan Pablo Varillas (ATP 135), gegenüber CopaDavis.com erwähnte, soll der extra «schwere» Platz für das Schweizer Team so «unangenehm» wie möglich sein. «Der Platz wird sehr langsam, schwer und mit viel Sand sein. Das kommt uns entgegen und ist halt einer der Vorteile, wenn wenn wir zu Hause spielen». Der 24-Jährige, der aktuell sein bestes Ranking innehat und letzte Woche der erste Peruaner seit mehr als einem Jahrzehnt war, der seit 2008 (durch den jetztigen Technischen Berater des peruanischen Davis-Cup-Teams Luis Horna) ein Spiel in einem ATP-Hauptfeld gewinnen konnte, ergänzte: «Für uns ist es sehr wichtig, dass wir zuhause spielen. Vielleicht sind sie in der Schweiz nicht daran gewöhnt, wie die Menschen in Südamerika im Allgemeinen jubeln. Es ist eine grossartige Gelegenheit, den Heimvorteil auszunutzen».

Dazu haben die Peruaner jedes Recht. Nur werden sich vielleicht die Schweizer am kommenden Freitag und Samstag (6./7. März) auf dem Sandplatz auch nicht wie die idealen Gäste benehmen – mit der Unterstützung der acht mitgereisten Schweizer Supporter…

Alle Informationen rund um die Begegnung

Neuen Kommentar schreiben

glqxz9283 sfy39587stf02 mnesdcuix8