Die Sporthilfe muss den Super10Kampf 2020 absagen

30. Juli 2020, 8:07

Die Sporthilfe muss den Super10Kampf 2020 absagen

2017 nahmen Timea Bacsinszky und Marco Chiudinelli (Bild) am Super10Kampf der Sporthilfe teil. 

Wegen der Coronapandemie hat der Stiftungsrat der Sporthilfe entschieden, den geplanten Super10Kampf 2020 abzusagen. Auch die Soirée Romande entfällt in diesem Jahr. Der Sporthilfe entgehen damit Einnahmen von rund zwei Millionen Franken zugunsten der Athletinnen und Athleten. Für die zweite Hälfte des Jahres 2020 legt die Sporthilfe den Fokus auf Aktivitäten zum Thema «Jeder Sporthilfe-Franken zählt». Davon betroffen sind auch junge Tennistalente. 

Der Sporthilfe Super10Kampf kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Das hat der Stiftungsrat der Schweizer Sporthilfe nach einer gründlichen Situationsanalyse entschieden. Die Coronapandemie macht die Planung und Durchführung des Anlasses schwierig. Es ist das erste Mal in der 50-jährigen Geschichte der Sporthilfe, dass der Super10Kampf abgesagt werden muss. «Das ist für die Schweizer Sporthilfe ein enormer Verlust. Emotional, weil der Sporthilfe Super10Kampf der grösste traditionelle Anlass und das Gesicht der Sporthilfe ist. Aus kommerzieller Sicht, weil der Anlass auch dank der TV-Übertragung das Schaufenster für unsere Partner ist», sagt Steve Schennach, der Geschäftsführer der Sporthilfe. Der Sporthilfe Super10Kampf sorgt mit Ticket- und Werbeeinnahmen für mehr als zwei Millionen Franken zugunsten der Unterstützungskassen der Schweizer Sporthilfe für die Athletinnen und Athleten. «Dies sind knapp 20 Prozent unserer jährlichen Einnahmen und in der herrschenden Situation kaum zu kompensieren», erklärt Steve Schennach. Auch die Soirée Romande, an der jeweils die besten Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler der Romandie geehrt werden und die zunächst vom Mai in den September verschoben werden musste, fällt in diesem Jahr wegen der Coronakrise aus.

Durch den Wegfall aller Events 2020 rechnet Steve Schennach in diesem Jahr mit deutlich geringeren Einnahmen für die Sporthilfe. Gemäss einer aktuellen Hochrechnung dürfte die Stiftung in diesem Jahr drei Millionen Schweizer Franken weniger an Fördermitteln einnehmen als 2019. Die Sporthilfe hat die Athletinnen und Athleten daher bereits vor einiger Zeit darüber informiert, dass die Beiträge 2020 an die Athletinnen und Athleten 20 Prozent tiefer ausfallen könnten.
  
Die Stiftung Schweizer Sporthilfe wird dennoch alles dafür tun, um die Schweizer Athletinnen und Athleten weiterhin gebührend zu unterstützen. «Wir bleiben unserem Motto ‹Jeder Sporthilfe-Franken zählt› für 2020 treu und werden weiter versuchen, individuelle Kampagnen aufzugleisen, um bis Ende Jahr möglichst viel Geld zu beschaffen. Es bleibt unser Ziel, die Förderbeiträge für die Jahre 2020 bis 2022 zu sichern und allen Athletinnen und Athleten, wenn möglich, die vollen Beiträge 2020 bis 2022 auszuzahlen», erklärt Steve Schennach.
 
Mit weiteren Initiativen sowie der Solidarität der Bevölkerung will die Sporthilfe im zweiten Halbjahr 2020 die Auswirkungen der Coronakrise überwinden. «Ich hoffe, dass nächstes Jahr ein bisschen Normalität einkehrt und die Sporthilfe ihr verschobenes 50-Jahre-Sporthilfe-Jubiläum mit Super10Kampf und Charity Gala im Herbst 2021 durchführen kann», sagt Steve Schennach. «Aufgeben ist für keine Sportlerin und keinen Sportler, weder im Breiten- noch im Spitzensport eine Option. Deshalb gilt auch für uns alle in der Schweizer Sporthilfe: weiterkämpfen und ‹jeder Sporthilfe-Franken zählt›.»

www.sporthilfe.ch - jetzt für Schweizer NachwuchssportlerInnen spenden! 


 

 

 

glqxz9283 sfy39587stf02 mnesdcuix8