Doch ein Schweizer an den ATP Finals

15. November 2020, 15:05

Doch ein Schweizer an den ATP Finals

Erstmals überhaupt wurde mit Dominic Stricker ein Schweizer Junior als Sparringpartner an die ATP Finals eingeladen

An den diesjährigen ATP Finals, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der besten acht Spieler des Jahres, ist zwar im Spielerfeld für einmal kein Schweizer dabei. Unser Land ist aber trotzdem vor Ort vertreten: der Juniorensieger von Roland Garros, Dominic Stricker, wurde als einer von drei Junioren als Sparringpartner für die Superstars eingeladen.

«Die ATP hat mir vor einigen Wochen geschrieben, mir zum Titel in Roland Garros gratuliert und gefragt, ob ich als Sparringpartner an die ATP Finals in London reisen möchte», erinnert sich der 18-jährige Berner Dominic Stricker. «Ich war völlig perplex, ich habe das dann mit meinem Coach Sven Swinnen besprochen, weil ich eigentlich noch für Turniere gemeldet gewesen wäre.» Aber dann ist der Entscheid «pro London» doch recht schnell gefallen.

Seit einer Woche sind Stricker und Swinnen nun bereits in der britischen Hauptstadt, wo heute zum 12. und letzten Mal das Turnier der Besten stattfindet, bevor es dann nach Italien weiterzieht. Sie wohnen im gleichen Hotel wie die bekannten Namen, gleich neben der imposanten O2 Arena.

Die ersten Tage, als noch sehr wenige der Top-Spieler nach London gereist waren, standen vor allem Trainings mit den beiden anderen Junioren auf dem Programm. Dies aber auf den Trainingscourts, an denen dann später in der Woche auch Djokovic, Nadal und Co. zum Training antraten. «Mittlerweile konnte ich schon mit mehreren Einzel- und auch Doppelspielern trainieren», so Stricker. «Das ist dann nochmals eine andere Geschichte: ihre Intensität und auch die Geschwindigkeit, mit der sie spielen. Überrascht war ich auch zu sehen, wie oft und wie intensiv die Profis auch am Tag vor einem Match noch trainieren. Das sind alles wichtige Inputs für mich.»

Mit Dominic Thiem und Stefanos Tsitsipas hat Stricker bereits spielen können. Am häufigsten wurde er jedoch vom Russen Andrey Rublev angefordert. «Er spielt heute ja gegen Nadal und da ich Linkshänder bin, hat das fürs Training natürlich ideal gepasst.»

Einen Tipp abgeben wer die prestigeträchtigen Finals für sich entscheiden wird, will Stricker nicht. «Es sind die Besten der Besten hier, da werden alle Matches umstritten sein». Und darauf freut er sich, denn natürlich darf er als Dank für seinen Einsatz auch bei den Matches zusehen – und wird auch daraus sicherlich einiges lernen.

 

 

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