Ein „JA“ zum Geldspielgesetz ist auch ein „JA“ für den Tennissport

13. April 2018, 13:51

Ein „JA“ zum Geldspielgesetz ist auch ein „JA“ für den Tennissport

2016 erhielten die Deutschschweizer Tennisclubs und -center von den in den Sport geflossenen Lotteriegeldern für die unterschiedlichsten Projekte und Sanierungen über CHF 4 Millionen zugesprochen. Wenn das Schweizer Stimmvolk am 10. Juni über das neue Geldspielgesetz abstimmt, dann hat dieser Entscheid deshalb auch einen gewaltigen Einfluss auf unseren Sport. 

Der Schweizer Sport wird zu einem grossen Teil durch die Erträge der Lotteriegesell­schaften finanziert. Jedes Jahr gelangen 120 Millionen Franken via kantonale Sportfonds sowie über Swiss Olympic an Sportverbände, Sportvereine und Sportinfrastrukturen in der Schweiz. Davon flossen 2016 über 4 Millionen Franken in die Tennis-Community in der Deutschschweiz und dem Tessin.

Im Detail sind es folgende Beträge, welche die die kantonalen Sportfonds (teilweise genannt Swisslos-Sportfonds) mit Lotteriegeldern an den Tennissport geleistet haben.

Vereinsbeiträge: CHF 1,18 Mio.
Darunter fallen vor allem Jahresbeiträge, Sportförderungsbeiträge, Sportbetriebsbeiträge und Ausbildungsbeiträge

Sanierungen: CHF 2,2 Mio.
Darunter fallen vor allem Sanierungen von Plätzen, Clubhäusern mit Garderoben, Beleuchtung, Bewässerung etc.

Anlässe: CHF 172 000
Darunter fallen z.B. Turnierbeiträge, Trainingslager, Meisterschaftsbeiträge an Clubs und Center.

Material und Platzunterhalt: CHF 216'000  

Diverses: CHF 282 000
Darunter fallen Kosten für Tennishallen und Athletenförderung


Finanzierung von Breiten- und Spitzensport sichern
Das neue Geldspielgesetz sichert dem Sport diese unerlässliche Finanzierungsquelle, von der im Endeffekt auch die Schweizer Tennisspielenden profitieren. Es sorgt ausserdem dafür, dass die Geldspiele moderni­siert, gleichzeitig aber auch sozialverträglich angeboten werden. Es macht aber keinen Sinn, die Schweizer Lotteriegesellschaften und Spielbanken zur Einhaltung von stren­gen Auflagen und zu Abgaben zu verpflich­ten, wenn im Internet gleichzeitig ein riesi­ges Angebot unkontrollierter und teilweise illegaler Geldspiele zu­gänglich ist und genutzt wird.

Heute fliessenaus dem unkontrollierten und illegalen Geldspielgeschäft geschätzte 250 Millionen Franken pro Jahr ungehindert aus der Schweiz ab und fehlen zur Finanzierung von Sport, Kultur und AHV. Zudem schüren illegale Online-Anbieter aus dem Ausland die Spielsucht und verursachen damit Sozialkos­ten. Das Referendum und die Kampagne gegen das Geldspielgesetz werden fast im Alleingang von diesen Anbietern finanziert. Bereits über eine Dutzend Länder in Europa kennen und nutzen übrigens eine solche Einschränkung im Bezug auf ausländische Online-Anbieter, wie sie das neue Geldspielgesetz nun vorsieht.

Diese 250 Millionen Franken, die der Schweiz so verloren gehen, sind übrigens mehr als die Hälfte des Betrages, der 2016 von Swisslos in der Deutschschweiz verteilt wurde: von den 413 Millionen flossen 182 Millionen in den Bereich Kultur, 140 Millionen, wie bereits zu Beginn dieses Artikels erwähnt, in den Sport, etwa 39 Millionen in Soziales und 46 Millionen in Forschung/Umwelt.

Wenn auch Sie möchten, dass sämtliche in der Schweiz generierten Lotterie- und Glückspielgelder in der Schweiz sinnvoll eingesetzt werden können, dann stimmen Sie am 10. Juni mit „JA“ für das neue Geldspielgesetz – damit der Schweizer Sport und unsere Gesellschaft auch weiterhin von der wichtigen finanziellen Unterstützung der Lotterien profitieren kann.

Ihr Tennisclub möchte sich für ein besonderes Projekt oder für die Sanierung des Clubhauses um Subventionen bewerben? Sprechen Sie mit den Verantwortlichen des Sportfonds in Ihrem Kanton. Alle Kontaktangaben finden Sie unter www.swisslos.ch.


Weitere Informationen: 

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