Endlich wieder dem Filzball nachjagen

08. Mai 2020, 14:01

Endlich wieder dem Filzball nachjagen

TC Hausen am Albis

Anlagechef Jan Herud blickt der Saison beim TC Hausen am Albis trotz allem positiv entgegen.

Tennisclubs haben sich in den letzten Tagen mit Hochdruck auf die Wiedereröffnung nach dem Corona-Lockdown vorbereitet. Wir haben uns bei einigen Clubs umgehört und zeigen, wie sie diese Herausforderung gemeistert haben.  

Jedes Jahr im Frühling bereiten sich hunderte Tennisclubs auf die Outdoor-Saison vor. Dieses Jahr galt es allerdings, nicht «nur» die Plätz in Stand zu stellen. Mit den durch das Coronavirus bedingten Massnahmen wurde die Aufgabenliste für die Clubverantwortlichen lang: Schutzkonzept erstellen, Desinfektionsmittel auftreiben, Zugänge regeln, Mitglieder informieren oder gar neue Reservationssysteme einrichten.

«Das Wichtigste war für uns die Einrichtung des Online-Reservationssystems, damit unsere Mitglieder den Platz von zu Hause buchen können. Wir versuchen so, möglichst wenig Leute gleichzeitig auf der Anlage zu haben», sagte Verena Braun, Vorstandsmitglied beim TC Engematt, gegenüber TeleZüri (sehen Sie hier den ganzen Beitrag). Werner Busch, Spielleiter beim TC Ins, fügt noch einen weiteren Pluspunkt des Online-Reservationssystem an: «Damit haben wir unter Kontrolle, wer auf unseren Plätzen spielt bzw. gespielt hat und können so einen wichtigen Eckpunkt im Tennis-Schutzkonzept – die Protokollierung der Tennisspielenden für eine allfällige Nachverfolgung von Infektionsketten – erfüllen.» Der Seeländer Tennisclub verbietet deshalb zur Zeit auch das Spielen mit Gästen und lässt die Plätze nur durch den Platzwart wischen. Besen werden eingeschlossen. Toni Poltera, Präsident vom TC Felsberg, ist dieser Tage froh, dass die Clubanlage über Zweitein- und -ausgänge verfügt. «So können wir Sicherheitsabstände gewährleisten. Ausserdem stellen wir an verschiedenen Orten auf der Anlage Desinfektionsmittel zur Verfügung.»

Adrian Flückiger, Präsident beim TC Hausen am Albis, setzt auf verstärkte Kommunikation: «Wir haben den Austausch im Vorstand intensiviert und halten die Mitglieder via Website und Newsletter ständig auf dem Laufenden.» Eine Massnahme, die sich schon ausbezahlt habe. «Bisher haben wir vorwiegend verständnisvolle und positive Reaktionen auf die getroffenen Massnahmen erhalten. Schliesslich trifft das Virus ja nicht nur den Tennissport. Auch was die Bezahlung der Mitgliederbeiträge angeht, ist die Solidarität im Club gross», so Flückiger. Ähnliches berichtet Poltera aus Felsberg: «Es war ein Gefühl der Solidarität. Auch wenn bei unseren Mitgliedern das Bedürfnis dem Filzball nachzujagen gross war. Das Wetter in den letzten Wochen hätte ja auch wirklich dazu eingeladen.»

Der TC Domat-Ems hat sich für die Erklärung der acht wichtigsten Schutzmassnahmen einige einfallen lassen: sie haben die Regeln filmisch aufbereitet und ihren Mitgliedern ein Video davon zukommen lassen: Video zu den Schutzmassnahmen im TC Domat-Ems.

Auch wenn Tennisclubs und -center mit einem Schutzkonzept und den entsprechenden Massnahmen am 11. Mai 2020 ihre Türen wieder öffnen dürfen, die Herausforderungen bleiben gross. «Die Unsicherheit betreffend Planung – speziell betreffend J&S-Angeboten und Juniorentrainings – bleibt. Als Verein liegt uns die Ausbildung sehr am Herzen und hier müssen wir quasi von Woche zu Woche planen. Obwohl wir gerade unseren Jugendlichen dank Tennis gerne so schnell wie möglich wieder eine gewisse Normalität bieten würden», berichtet Poltera.

Planungssicherheit bleibt in Zeiten des Corona-Virus schwierig. Aber dank dem grossen Einsatz der vielen Clubverantwortlichen hierzulande wird es bald wieder möglich sein, den Bewegungsdrang auf den Tennisplatz auszuleben. Swiss Tennis sagt Danke!

Hier gehts zu den verfügbaren Kommunikationsmitteln und dem anpassbaren Schutzkonzept für Clubs, Center und Tennisschulen: www.swisstennis.ch/corona
Die acht Reglen, die auf dem Tennisplatz strikt zu befolgen sind, finden Sie hier.

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