Interclub 2020: «Wir wollen ein positives Zeichen setzen»

24. März 2020, 9:34

Interclub 2020: «Wir wollen ein positives Zeichen setzen»

Gregor Hauser

Gregor Hauser, Leiter Breitensport, nimmt Stellung zur Verschiebung des Interclubs 2020

Der Zentralvorstand von Swiss Tennis hat entschieden, den Rado Interclub 2020 auf den Spätsommer zu verschieben. Gregor Hauser, Leiter Breitensport, gibt Auskunft zu den wichtigsten Änderungen und erklärt, warum es dem Verband wichtig ist, das Herzstück des Schweizer Tennis auch in diesem Jahr durchführen zu können.

Anfang Mai 2020 hätte die 109. Rado Interclub-Meisterschaft für über 30 000 Teilnehmende starten sollen. Hätte… denn wir alle wissen, wie die aktuelle Situation mit dem COVID-19-Virus aussieht. Die Verantwortlichen von Swiss Tennis haben verschiedene Varianten geprüft, was mit dem Interclub geschehen soll – von Absage zu Spielen in den Sommerferien bis hin zur jetzigen Lösung. Gregor Hauser, seit letztem Sommer Leiter der Abteilung Breitensport bei Swiss Tennis, und damit verantwortlich für einen der grössten Breitensportanlässe in der Schweiz, nimmt zu den getroffenen Entscheidungen Stellung.

Gregor Hauser, Swiss Tennis hat den Interclub in einer verkürzten Form auf Ende August bis Ende September verschoben. Noch ist ja nicht klar, ob dann überhaupt wieder gespielt werden kann. Wäre eine komplette Absage nicht sicherer gewesen?

Gregor Hauser: «Wir haben verschiedenen Szenarien geprüft. Der Interclub ist das Herzstück im Schweizer Tennis, das zeigen auch die vielen Nachfragen, die wir in den letzten Tagen erhalten haben und die wissen wollten, wann wir die Meisterschaft durchführen würden. Uns ist wichtig, dass wir mit der Verschiebung ein positives Zeichen setzen – wir glauben daran, dass sich bis im Spätsommer die aktuelle Krise entspannt und wir schrittweise in einen «normalen» Alltag übergehen können. Der Interclub ist eine wichtige soziale Stütze des Clublebens in der Schweiz – und das wollen wir möglichst rasch wieder herstellen.»

Der «neue» Interclub 2020 kommt in einer etwas anderen Form daher. Was sind die wichtigsten Änderungen?

G.H.: Mit Ausnahme der Nationalligen A und B bei den Aktiven, auf die ich gleich noch zu sprechen komme, gilt für alle Ligen: es wird dieses Jahr keine Auf- und Absteiger geben. Wir werden die Meisterschaft an max. fünf fix definierten Wochenenden durchführen. Damit ist gewährleistet, dass jedes Team mindestens drei bis vier Runden spielen kann, je nach Gruppengrösse. Wenn bei schlechtem Wetter nicht in eine Halle ausgewichen werden kann und kein Ersatzdatum vorgesehen ist, zählt die Partie als unentschieden 0:0. Es sind besondere Umstände, und wir wollen keine Teams bestrafen, wenn sie über keine Halle verfügen und es wäre demnach auch nicht fair, dieses Jahr den bisherigen Modus mit Auf- und Absteiger beizubehalten.

Für die Nationalliga A bei den Aktiven haben wir aktuell den geplanten Termin vom 28. Juli bis 9. August 2020 beibehalten. Natürlich werden wir die Entwicklung der Situation beobachten. In der NLA wird es somit bei den Damen wie den Herren je einen Absteiger geben, in der NLB je einen Aufsteiger, aber keinen Absteiger.

Auch die Termine des Junioren Interclubs sind angepasst worden und wir haben ausserdem entschieden, die neue «Herbst-Interclubmeisterschaft», die Team Challenge, die wir dieses Jahr lancieren wollten, auf 2021 zu verschieben. Der zentrale Finaltag in Burgdorf von Ende Juni ist abgesagt und wird auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt.

Im Spätsommer finden traditionellerweise viele Clubmeisterschaften statt und in diversen Clubs werden auch internationale (Junioren-)Turniere durchgeführt. Was passiert dort, wenn diese bestehenden Anlässe und der neu angesetzte Interclub zu Terminkollisionen führt?

G.H.: Wir wissen, dass beispielsweise im Thurgau oder auch in Genf in dieser Zeit die regionalen Meisterschaften ausgetragen werden. Wir haben uns im Vorfeld mit den Präsidenten aller Regionalverbände abgesprochen und werden in den kommenden Tagen mit allen, die in dieser Zeit eigene Meisterschaften oder Turniere durchführen, Kontakt aufnehmen um Lösungen zu besprechen.

Wenn sich nun aber eine Mannschaft trotzdem zurückziehen will, wie soll sie vorgehen?

G.H: Ab Mittwoch, 25. März 2020 um 12.00 Uhr, wird in der Interclub Login-Zone auf der Swiss Tennis-Webseite die Möglichkeit bestehen, eine Mannschaft zurückzuziehen. Das wird bis Mitte April und natürlich ohne Bussenfolge möglich. Sollten sich viele Teams zurückziehen, dann wird eine Neuauslosung unumgänglich sein. Falls dies der Fall sein sollte, werden wir darüber ab Ende April informieren. Alle Interclub-Verantwortlichen in den Clubs und Center werden direkt über das neue Vorgehen zum Zurückziehen informiert und alle Angaben finden Sie auch auf www.swisstennis.ch.

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