ITF Pro Circuit

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News zu den internationalen Turnieren

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Änderungen Pro Circuits / Transition Tour

Ab dem 1. Januar 2019 treten verschiedene Änderungen des Internationalen Tennisverbandes ITF in Kraft, die auf die Turnierplanung von angehenden Profis Einfluss haben werden. Auch Turnierorganisatoren in der Schweiz, Swiss Tennis und vor allem die Spieler sind von den Neuerungen betroffen. Wir beleuchten, was sich konkret für wen ändert. 

Im Rahmen einer Überprüfung des sogenannten «ITF Player Pathways» in den vergangenen Jahren, hat die ITF einige Neuerungen und Anpassungen per 1. Januar 2019 vorgesehen. Der «Player Pathway» ist die Turnierstruktur, welche für angehende Tennisprofis auf der Stufe Junioren U18, im Women’s Pro Circuit (bisher mit WTA-Punkten in den fünf Kategorien 15 000$ / 25 000$ / 60 000$ / 80 000$ und 100 000$) sowie dem Men’s Pro Circuit (bisher mit ATP- Punkten in den zwei Kategorien 15 000$ / 25 000$) gilt.
 
Gemäss ITF kämpfen zurzeit rund 14 000 Athleten auf der ATP- und WTA-Tour um Weltranglistenpunkte. Diese Zahl wird mit den Neuerungen einschneidend reduziert und soll ab dem kommendem Jahr noch je rund 750 SpielerInnen umfassen.  Zu diesem Zweck werden bei den Herren ATP-Punkte auf Challenger-Stufe und bis voraussichtlich 2020 nur noch für den Finaleinzug bei 25 000$-Turnieren vergeben. Ab 2020 sollen dann auch 25 000$-Finals keine ATP-Punkte mehr geben. Bei den Damen sind die begehrten WTA-Punkte ab Stufe der 25 000$-Turniere zu gewinnen. 
 
Transition Tour als Einsteiger-Tour für angehende Profis
Die damit aus den Pro-Circuits gestrichenen 15 000$-Turniere bei den Damen und den Herren werden neu in die sogenannte Transition Tour integriert und mit ITF World Ranking Points anstelle von ATP- oder WTA-Punkten belohnt.
 
Die Anpassungen sollen die Eintrittsbarriere ins aktuelle Mittelfeld der Weltrangliste etwas erhöhen, aber dafür diesen Athleten ein Leben vom Sport ermöglichen. Für Alessandro Greco, Leiter Spitzensport bei Swiss Tennis, ist klar: «Ein guter Spieler, eine gute Spielerin wird sich immer durchsetzen.» Ist es aktuell so, dass nur etwas die besten 250 der Weltrangliste vom Tennis leben können, sollen es mit der reduzierten Weltrangliste alle 750 sein. «Der Kuchen bleibt in etwa gleich gross, aber weniger Sportler teilen ihn unter sich auf, was vor allem auch für die im hinteren Bereich der reduzierten Weltrangliste klassierten grössere Stücke gibt.»
 
Die genannten Änderungen bedeuten auch, dass ab Januar 2019 bestehende WTA- und ATP-Punkte von 15 000$-Turnieren (sowie bei den Herren die gewonnenen Punkte bis und mit Halbfinale eines 25 000$-Turniers) aus der Wertung der ATP- und WTA-Ranglisten gestrichen und dafür in ITF World Ranking Points umgewandelt werden. Damit ein fliessender Übergang gewährleistet werden kann, werden viele SpielerInnen sowohl in der ATP- und WTA-Rangliste wie auch in der ITF-Rangliste geführt sein.
 
Aufnahme in ein Turniertableau auf den erwähnten Stufen des Player Pathways finden neu SpielerInnen nach folgender Reihenfolge:

1. ATP-/WTA-Ranking
2. ITF World Ranking
3. Nationales Ranking
4. Ohne Ranking (falls noch vorhanden) 
  
Um den besten Athleten der jeweiligen Stufe den Einstieg ins nächst stärkere Niveau zu ermöglichen, werden bei mit 25 000$-dotierten Turniere neu fünf Plätze für die bestklassierten Spielerinnen im ITF World Ranking reserviert. Ebenfalls fünf Plätze für Hauptfelder auf der Transition Tour sind für Top 100-SpielerInnen der ITF-Juniorenrangliste reserviert.
 
«Das U18-ITF-Ranking erhält dadurch stärkeres Gewicht», erklärt Yves Allegro, Headcoach bei Swiss Tennis. «Und die Besten jeder Stufe erhalten vermehrt Möglichkeiten zum Einsteigen auf das nächste Level.» Dass von diesen Regelungen nicht alle profitieren werden, ist klar: «Athleten, die auf ihrer Stufe nicht zu den besten der Welt gehören, müssen sich viel früher die Frage stellen, wohin sie mit dem Tennis wollen. Jeder soll seine Passion leben können, aber es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, das zu tun.» Ist es denn beispielsweise für einen 18-jährigen Athleten, der nicht mindestens N2-klassiert ist, sinnvoll, auf dem Pro Circuit zu spielen und sich im Mittelfeld der weltbesten Tennisspielenden zu befinden, oder ist vielleicht der Entscheid für eine Karriere am College, wo sich mit dem Tennisspielen eine hochstehende Ausbildung finanzieren lässt, besser? «Jeder muss für sich entscheiden, was sein Ziel sein soll und dann die entsprechenden Wege prüfen.»
 
Nun da die Änderungen der ITF konkret sind, werden die Swiss Tennis-Coaches mit den Nationalkadern die Turnierplanung der kommenden Monate bis Ende Jahr überprüfen. «Viel ändern müssen wir im Nationalen Leistungszentrum nicht, da wir mit den Athleten die Turniere immer schon sorgfältig,  niveaugerecht und den Leistungsfortschritten entsprechend geplant haben.» Allegro erklärt weiter, dass anlässlich der Schweizermeisterschaften der Junioren vom 7. bis 14. Juli alle Teilnehmer, ihre Coaches und Eltern über die Neuerungen und erwarteten Auswirkungen informiert werden. Ebenso erhalten alle Teilnehmenden der Finalrunde des NLA Rado Interclubs vor Ort die neusten Informationen.   

Stärkung der Schweizer Turnierlandschaft mit höher dotierten Turnieren
Für die SpielerInnen, aber insbesondere auch für die Turnierorganisatoren, sind zusätzlich folgende Anpassungen zentral: Sowohl auf der Transition Tour wie auch auf Stufe Pro Circuit werden die Tableaux einheitlich auf 32 Hauptfeld-SpielerInnen und 24 Qualifikations-SpielerInnen reduziert. Damit sollte die Leistungsdichte an den Turnieren erheblich erhöht werden. Neu dauern die Wettkämpfe auch fix jeweils von Montag bis Sonntag. Aktuell gibt es auf dem Pro Circuit in der Schweiz fünf mit je 25 000$ dotierte Herrenturniere und fünf Damenturniere (2 x 15 000$, 2 x 25 000$, 1 x 60 000$).

Karin Rosser, Leiterin Wettkampf bei Swiss Tennis, erläutert: «Wir werden bei den Damen nächstes Jahr keine 15 000$-Turniere mehr unterstützen, dafür planen wir ein zusätzliches 25 000$-Turnier. Damit bieten wir den Athletinnen noch mehr Möglichkeiten, im eigenen Land wichtige WTA-Punkte zu sammeln.» Gerne sähe Rosser auch ein Challenger-Turnier in der Schweiz: «Das ist aber aufgrund organisatorischer und finanzieller Gründe wohl frühestens im Jahr 2020 möglich.»
 
Die Anpassungen der ITF und deren Auswirkungen werden von den Abteilungen Wettkampf und Spitzensport im ersten Jahr genau analysiert: «Wir sind aufgrund unserer Strukturen schnell, flexibel und können unsere Empfehlungen bezüglich der Turnierlandschaft den aktuellen Entwicklungen anpassen», sind sich Rosser und Allegro einig.
  
Detaillierte Informationen zu allen Änderungen: https://www.itftennis.com/procircuit/about-pro-circuit/transition-tour-faqs.aspx
 
Kurzübersicht über die wichtigsten Anpassungen

ITF Men's Futures 2018

Folgende ITF Men's Futures Turniere finden 2018 in der Schweiz statt:

03.02.-11.02.2018  ITF Men's Future I, Oberentfelden (25 000 $)  Website 
10.02.-17.02.2018  ITF Men's Future II, Bellevue (25 000 $)  Website
18.08.-25.08.2018  Visilab Men's Future I (25 000 $) Sion Website
25.08.-01.09.2018  Visilab Men's Future II (25 000 $) Neuenburg  Website
01.09.-08.09.2018  Visilab Men's Future III (25 000 $) Schlieren Website
ITF Women's Circuit 2018

Folgende ITF Women's Circuit Turniere finden 2018 in der Schweiz statt: 

14.04.-22.04.2018 ITF Women's Circuit, Chiasso (25 000 $)  Website
16.06.-23.06.2018 ITF Women's Circuit, Klosters (25 000 $) Website
23.06.-30.06.2018  ITF Women's Circuit Verbier (15 000 $) Website
18.08.-25.08.2018 ITF Women's Circuit, Caslano (15 000 $) Website
02.09.-09.09.2018 ITF Women's Circuit, Montreux (60 000 $)  Website
ITF Men's Futures 2017

Folgende ITF Men's Futures Turniere fanden 2017 in der Schweiz statt:

28.08.-03.09.2017    Visilab Men's Future III (15 000 $) Sion
Draws

Winner Single: Hiroyasu Ehara (JPN)
Winner Doubles: Louroi Martinez (SUI) & Damien Wenger (SUI)

21.08.-27.08.2017    Visilab Men's Future II (15 000 $) Neuchâtel
Draws

Winner Single: Tim Puetz (GER)
Winner Doubles: Remi Boutillier (FRA) & Hugo Voljacques (FRA)

14.08.-20.08.2017    Visilab Men's Future I (15 000 $) Collonge-Bellerive
Draws

Winner Single: Filip Horansky (SVK)
Winner Doubles: Luca Margaroli (SUI) & Louroi Martinez (SUI)

13.02.-19.02.2017    ITF Men's Future II, Bellevue GE (25 000 $)
Draws

Winner Single: Daniel Altmaier (GER)
Winner Doubles: Daniel Altmaier (GER) & Marvin Netuschil (GER)

04.02.-12.02.2017    ITF Men's Future I, Oberentfelden (25 000 $)
Draws

Winner Single: Matteo Berrettini (ITA)
Winner Doubles: Johannes Haerteis (GER) & Hugo Voljacques (FRA)

ITF Women's Circuit 2017

Folgende ITF Women's Circuit Turniere fanden 2017 in der Schweiz statt: 

28.08.-04.09.2017     ITF Women's Circuit, Sion (15 000 $)
Draws

Winner Single: Susan Bandecchi (SUI)
Winner Doubles: Naïma Karamoko (SUI) & Nina Stadler (SUI)

21.08.-27.08.2017     ITF Women's Circuit, Caslano (15 000 $)
Draws

Winner Single: Karin Kennel (SUI)
Winner Doubles: Susan Bandecchi (SUI) & Lisa Sabino (SUI)

14.08.-20.08.2017     ITF Women's Circuit, Montreux (25 000 $)
Draws

Winner Single: Maria Teresa Torro-Flor (ESP)
Winner Doubles: Sadikovic Amra (SUI) & Xenia Knoll (SUI)

19.06.-25.06.2017    ITF Women's Circuit, Lenzerheide (25 000 $)
Draws

Winner Single: Georgia Brescia (ITA)
Winner Doubles: Amra Sadikovic (SUI) & Nina Stadler (SUI)

17.04.-23.04.2017     ITF Women's Circuit, Chiasso (25 000 $)
Draws

Winner Single: Jil Teichmann (SUI)
Winner Doubles: Lina Gjorcheska (MKD) & Aleksandrina Naydenova (BUL)

ITF Men's Futures 2016

Folgende ITF Men's Futures Turniere fanden 2016 in der Schweiz statt:

27.08.-03.09.2016    Visilab Men's Future III (10 000 $) Sion
Draws

Winner Single: Johan Niklés (SUI)
Winner Doubles: Goncalo Oliveira (POR) & Fabien Reboul (FRA)

20.08.-27.08.2016    Visilab Men's Future II (10 000 $) Lausanne
Draws

Winner Single: Cristian Villagran (SUI)
Winner Doubles: Goncalo Oliveira (POR) & Fabien Reboul (FRA)

13.08.-20.08.2016    Visilab Men's Future I (10 000 $) Collonge-Bellerive
Draws

Winner Single: Tobias Simon (GER)
Winner Doubles: Goncalo Oliveira (POR) & Fabien Reboul (FRA)

13.02.-21.02.2016    ITF Men's Future II, Trimbach (25 000 $)
Draws

Winner Single: Daniil Medvedev (RUS)
Winner Doubles: Uladzimir Ignatik (BLR) & Adrian Sikora (SVK)

06.02.-13.02.2016    ITF Men's Future I, Oberentfelden (25 000 $)
Draws

Winner Single: Uladzimir Ignatik (BLR)
Winner Doubles: Niels Desein (BEL) & Denis Matsukevitch (RUS)

ITF Women's Circuit 2016

Folgende ITF Women's Circuit Turniere fanden 2016 in der Schweiz statt:

27.08.-04.09.2016     ITF Combined Event Sion (10 000 $)

Draws

Winner Single: Lucia Bronzetti (ITA)
Winner Doubles: Karin Kennel (SUI) & Emily Arbuthnott (GBR)

20.08.-27.08.2016     ITF Women's Circuit, Caslano (10 000 $)
Draws

Winner Single: Giorgia Brescia
Winner Doubles: Giada Clerici/Giorgia Marchetti

21.02.-28.02.2016     ITF Women's Circuit, Kreuzlingen (50 000 $)
Draws

Winner Single: Pliskova Krystina (CZE)
Winner Doubles: Sadikovic Amra (SUI) & Lottner Antonia (GER)

23.04.-01.05.2016     ITF Women's Circuit, Chiasso (25 000 $)
Draws

Winner Single: Shinikova Isabella (BUL)
Winner Doubles: Lottner Antonia (GER) & Schäfer Anne (GER)

18.06.-26.06.2016     ITF Women's Circuit, Lenzerheide (25 000 $)
Draws

Winner Single: Tamara Korpatsch (GER)
Winner Doubles: Tadeja Majeric (SLO) & Aleksandrina Najdenova (BUL)

Adresse: 

Swiss Tennis
Roger-Federer-Allee 1
Postfach
CH-2501 Biel

Kontaktperson: 
Stefanie Flückiger
Funktion: 
int. Turniere / Seniors
Telefon: 
+41 32 344 07 54
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