ITF setzt auf nachhaltiges Wachstum

27. Juni 2016, 9:48

ITF setzt auf nachhaltiges Wachstum

Grund zur Freude für ITF-Präsident David Haggerty (links) und René Stammbach. 

Seit vergangenem Herbst ist Swiss Tennis-Präsident René Stammbach auch Vizepräsident des Internationalen Tennisverbandes ITF. In dieser Funktion ist er gerade von der Delegiertenversammlung der ITF aus Zagreb zurückgekehrt.

Unter dem Titel „ITF 2024“ hat der Internationale Tennisverband seinen 211 Mitgliedsnationen in den vergangenen Tagen die Strategie für die Zukunft vorgestellt. Fünf Schwerpunkte, die den Ländern mehr Mitspracherecht geben, stehen dabei im Zentrum:

Jede Nation soll eine Stimme haben (63 Nationen haben formell noch kein Stimmrecht)
Keine Nation soll in Zukunft durch die Teilnahme am Davis Cup und Fed Cup Geld verlieren
Die Gelder für die nachhaltige Entwicklung des Tennissports werden massiv erhöht
Synergien und Partnerschaften sollen besser genutzt werden
Dank neuer Initiativen und Partnerschaften soll Tennis weltweit gefördert werden

“Die neue Strategie wird von den Mitgliedern mitgetragen”, freut sich René Stammbach. “Sie werden in Zukunft noch stärker profitieren und mitreden können.” So sind beispielsweise neu 60 Vertreter von Landesverbänden in diversen Komitees und Kommissionen der ITF vertreten, was einer Verdoppelung gegenüber 2015 gleichkommt. “Die Schweiz ist dabei in wichtigen Gremien vertreten und kann ihre Meinung einbringen. Stammbach hatte sich insbesondere auch für Punkt zwei eingesetzt: dass die Durchführung von Nationenwettkämpfen für die organisierenden Verbänden nicht in finanziellen Verlusten enden dürfen. “Es gab und gibt viele Vorgaben des Dachverbandes, die zu einer Ueberregelung tendieren und für die Verbände eine grosse logistische und finanzielle Herausforderung darstellen. Auch Swiss Tennis hat in den vergangenen Jahren immer wieder finanzielle Verluste bei Heimspielen decken müssen. Diese Gelder fehlen dann anderswo und das kann nicht sein.” 

Was die finanzielle Unterstützung der nationalen Verbände durch den Dachverband angeht, konnte das Leitungsgremium unter der Führung von Präsident David Haggerty mit erfreulichen News aufwarten. Die ITF plant, ihre Beiträge in die Förderung des Tennissports in den kommenden zwei Jahren um jeweils 2 Millionen Dollar auf total 10 Millionen zu erhöhen.

“Damit werden wir gezielt Projekte fördern, die einen grossen Einfluss auf die Gesellschaft haben können. Tennis, wie der Sport allgemein, kann Leben verbessern und damit vielen Menschen – und nicht nur Topathleten - neue Möglichkeiten bieten”, so Stammbach.

 

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