Karriere-Meilenstein für Henri Laaksonen

17. Juli 2017, 13:39

Karriere-Meilenstein für Henri Laaksonen

Der Lohn konstanter Resultate: Der 25-jährige Schaffhauser Henri Laaksonen hat es geschafft, die Top-100 der ATP zu knacken – als erst 11. Schweizer überhaupt!  

Laaksonen, seit heute die Nummer 100 der Welt, bedeutet dieser Schritt einiges: „Seit ich jung war, war es ein grosser Traum von mir in die Top 100 der Welt zu kommen.“ Er weiss aber auch, dass es mit dem Einstieg in die Top-100 nicht getan ist und noch viel Arbeit auf ihn wartet: „Ich will mich konstant weiterverbessern und dank meines Rankings im Hauptfeld der US-Open spielen können. Ein genaues Ranking-Ziel für Ende Jahr habe ich nicht, denn ich will mich auf mein Tennis konzentrieren, nicht auf die Punkte. Nur so kommt man weiter.“


Harte Arbeit über mehrere Jahren
Im Schatten von Roger Federer und der weiteren SpitzenspielerInnen hat sich Henri Laaksonen in den letzten Jahren kontinuierlich nach vorne gearbeitet. So stand Laaksonen 2010 noch auf Position 1200 der Welt, 2013 auf 244 und Ende 2015 auf Position 181. Was wie ein langsamer und beschwerlicher Weg aussieht, ist durchaus eine „normale“ Karriere eines Tennisprofis. „Für jeden Profi ist es ein grosser Schritt, erstsmals in die Top-100 der Welt vorzustossen. Das ist auch mental nicht ganz einfach. Es gibt schliesslich pro Jahr nur etwa vier bis sechs neue Spieler, welche die Top-100-Marke neu knacken können“, weiss Swiss Tennis-Headcoach Yves Allegro. „Die Junioren, die bei uns trainieren, müssen wissen, dass es möglich ist, solche Ziele zu erreichen. Sie müssen aber auch wissen, dass es viel dazu braucht. Henri war U16 Europameister und hat bei den Junioren French Open das Halbfinal erreicht und trotzdem hat er „erst“ mit 25 Jahren die Top 100 erreicht. Er hat unter anderem vier Jahre lang hier in Biel bei Swiss Tennis trainiert. Er hat sehr gut und hart gearbeitet, aber das muss er tagtäglich weiterhin tun, dann traue ich ihm auch zu, unter die besten 50 der Welt zu kommen.

In der erfolgsverwöhnten Tennisnation Schweiz ist es mittlerweile nicht mehr leicht, solche Leistungen richtig einzustufen. Auch Severin Lüthi, Coach von Roger Federer und im Securitas Swiss Davis Cup Team Captain von Teammitglied Laaksonen weiss: „Es ist nicht so, dass Henri einen speziellen Schlag verbessert hätte, vielmehr handelt es sich bei ihm um eine stetige Entwicklung während der letzten Jahren. Henri hat hart dafür gearbeitet, ich freue mich für ihn und hoffe, dass es positiv weitergeht. Es ist entscheidend, dass er versucht, sein Tennis weiter zu entwickeln und weiter Fortschritte erzielt. Er hat über die letzten Monate gute Resultate erzielt, aber im Tennis muss man die erbrachten Leistungen immer wieder neu bestätigen.“


Einige Fakten

Jährlich schaffen es nur rund vier Spieler pro Jahrgang – darunter zwei aus Europa - unter die besten 100 Tennisspieler der Welt vorzustossen. Laaksonen hat dieses erste Ziel erreicht. Nun gilt es, diesen Platz, der Zugang zum Hauptfeld an den Grand-Slam-Turnieren bietet, zu verteidigen.

Das durchschnittliche Eintrittsalter in die Top 100 des ATP-Rankings beträgt aktuell rund 23 Jahre, das durchschnittliche Alter der Top-100-Spieler liegt bei 28 Jahren. Laaksonen wurde Ende März 25.
Seit Beginn der 1980-er Jahre haben es (ohne Laaksonen) zehn Schweizer Tennisspieler während ihren Karrieren unter die besten 100 der Welt geschafft.

Alle Schweizer Top-100-Spieler 

Nimmt man die Durchschnittswerte dieser 10 Schweizer Spieler so ist der Eintritt in die Top-100 mit 21.4 Jahren und nach durchschnittlich 3.5 Jahren in den Top-100 wurde das höchste Ranking erreicht.

Henri Laaksonen, der während rund vier Jahren im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel ausgebildet worden war, ist bisher von Swiss Tennis mit Leistungen im Wert von rund einer halben Million Schweizer Franken unterstützt worden. Ohne weitere Unterstützung wie beispielsweise den finanziellen Beiträgen der Schweizer Sporthilfe oder des Tennisförderers Reinhard Fromm sind solche Meilensteine sehr schwierig zu erreichen.

 

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