Noch keine Lockerung für den Sport

16. April 2020, 20:25

Noch keine Lockerung für den Sport

An seiner heutigen Pressekonferenz über die getroffenen Lockerungsmassnahmen hat der Bundesrat den Sport nicht erwähnt. Das heisst, im Moment bleiben die bekannten Massnahmen bestehen.

Der Bundesrat erklärte heute, dass die Devise «Bleiben Sie zuhause» nach wie vor gilt – man wolle nur langsam wieder Bewegung in die Gesellschaft hineinbringen und deshalb müsse weiterhin auf alle Aktivitäten verzichtet werden, die nicht zwingend nötig seien. Erste Lockerungen wurden auf den 27. April und eine weitere Öffnung auf den 11. Mai anvisiert. Am 8. Juni sollte dann ein weiterer grosser Teil geöffnet werden.

Jedoch, so erkläre Bundesrat Alain Berset, werde man laufend die Situation beobachten und auch laufend anpassen. Zusammen mit anderen Sportverbänden wird Swiss Tennis alles daran setzen, dass dies  - mit restriktiven Einschränkungen – möglichst rasch auch für die Wiederaufnahme von Einzelsportarten wie den Tennissport in eingeschränktem Rahmen gilt. Der Verband hat, wie vom Bundesrat erwartet, ein Schutzkonzept entwickelt, wie das Tennisspielen im Club oder Center wieder möglich sein könnte. Auch Vorschläge für Trainingsmöglichkeiten für SpitzenspielerInnen im Nationalen Leistungszentrum oder die mögliche Wiederaufnahme von Einzelstunden für Tennislehrpersonen wurden erarbeitet.

Auch im Sport differenzieren

«Der Bundesrat hat heute klar einer schrittweisen „Öffnung des alltäglichen Lebens» mit den entsprechenden Richtlinien zugestimmt. Dem ist nichts entgegenzusetzen. Was enttäuschend ist, ist die Tatsache, dass wir im Tennis genau über diese Schutzkonzepte verfügen und bereit wären, unter Auflagen den Spielbetrieb zeitnah aufzunehmen», erklärt René Stammbach, Präsident von Swiss Tennis. «Wir sind doch erstaunt und enttäuscht, dass der Sport, mit knapp 2 Millionen organisierten Sportlerinnen und Sportlern und Zehntausenden von Arbeitsstellen im Sportbereich  an der heutigen Medienkonferenz in keinem einzigen ganzen Satz vorgekommen ist. Wir sind klar der Meinung, dass der Sport auch nicht ganzheitlich angeschaut werden darf, sondern eine Differenzierung zwischen Einzelsportarten mit reduziertem Risiko und gut umsetzbaren Restriktionen und auf der anderen Seite den Massen-, Team- oder Kontaktsportarten unterschieden werden muss. Dafür setzen wir uns auch weiterhin gegenüber und mit dem Bundesamt für Sport BASPO und unserem Dachverband Swiss Olympic ein.» 

Swiss Tennis ist in engem Austausch mit Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport, die bezüglich der Lockerungen im Sport mit dem Bundesrat in Kontakt stehen. Im Rahmen einer Telefonkonferenz mit den Sportverbänden wird auch Swiss Tennis am Freitag, 17. April, über den aktuellen Stand der Dinge bezüglich Lockerungen im Sport und die weiteren Schritte informiert. Swiss Tennis wird laufend über die weiteren Entwicklungen informieren.

"Dem Sport fehlt eine effektive Lobby" - Interview mit René Stammbach nach der heutigen Pressekonferenz des Bundesrates (16. April 2020)

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