Play Tennis: Entdecke deine Stärken

20. April 2021, 13:22

Play Tennis: Entdecke deine Stärken

Tipps des Proficoaches helfen nicht nur dem Nachwuchs, sondern können auch helfen, das Spiel von Breitensportler*innen verbessern. 

Im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis werden neben den technischen Skills auch sogenannte «soft skills», also soziale Kompetenzen, entwickelt. Nebst der Verfeinerung der spielerischen Fähigkeiten soll auch die Persönlichkeit weiterentwickelt werden. Dazu hat die Abteilung Spitzensport bei Swiss Tennis 12 Leitsätze entwickelt, die ins tägliche Training integriert werden. Sie sollen eine Einstellung, eine Grundhaltung bilden, die zum Erfolg auf und neben dem Platz beiträgt. Ein umfassender «Player Personality Guide» ist in Erarbeitung. 

In einer regelmässigen Serie wollen wir dazu hilfreiche Trainingstipps aus dem Leistungszentrum, ergänzt mit wertvollen Hinweisen von Severin Lüthi (Coach von Roger Federer und Captain Schweizer Davis-Cup-Team), Michael Lammer (Headcoach U23 Swiss Tennis) und Beni Linder (Headcoach Kondition bei Swiss Tennis) an die Breitensportler und Hobbytennisspielenden weitergeben.

 

   

                                                                        Die drei Eckpfeiler der Trainingsphilosophie von Swiss Tennis

Player Development (hard skills) 

Player Support Services 

Player Personality Guide (soft skills) 

 

«We build on strength» (Motto = Entdecke deine Stärken)

Einer der Leitsätze aus dem Player Personality Guide von Swiss Tennis lautet «We build on strength» (Motto = Entdecke deine Stärken – mache sie zur Waffe). Beni Linder ist Headcoach Kondition bei Swiss Tennis und hat die Leitsätze mitentwickelt. «Kein Athlet verfügt über herausragende Stärken in allen Bereichen. Ein guter Spieler hat aber mindestens zwei Stärken, egal ob hard oder soft skills, ist sich denen auch bewusst und weiss sie einzusetzen.» Während man sich in der Entwicklung immer nach oben/nach vorne orientieren soll, darf der vergleichende Blick in die eigene Kategorie nicht fehlen. Denn Im ausschliesslichen Vergleich mit den Besseren findet man bei sich viele Schwächen, weiss Linder.

Jeder Spieler und jede Spielerin sollte sich bei der Analyse des eigenen Spiels aufrichtig die Frage beantworten:
Womit kann ich mein Match gewinnen? Wo bin ich stark und wie muss ich taktisch spielen, damit ich meine Stärke auch einsetzen kann?

Für Michael Lammer, Headcoach Tennis U23 bei Swiss Tennis, ist klar: «Ein Match gewinnt man über seine Stärken. Wenn man seine Stärken kennt und einzusetzen weiss, verfügt man auch über Selbstvertrauen. Hat man genügend Selbstvertrauen, werden auch die Schwächen besser, da man generell mit mehr Zuversicht spielt.» So empfiehlt er auch, dass in einem Training nicht konstant an den Schwächen gearbeitet wird, was sehr menschlich ist «jeder will sich ja verbessern. Aber die meisten haben das Gefühl, das gehe nur, wenn sie an ihren Schwächen arbeiten». Dabei ist ein Spieler oder eine Spielerin viel motivierter nach einer Trainingseinheit, wenn ein Grossteil des Trainings aus erfolgreich abgeschlossenen Ballwechseln oder starken Schlägen besteht.

Nichtsdestotrotz soll sich jede und jeder auch seiner schwächeren Schläge und Eigenschaften bewusst sein. Im Wissen um seine Stärken lässt es sich auch an den weniger weit entwickelten Fähigkeiten besser arbeiten.

 

Tipps vom Nationalspieler Johan Nikles und Federer-Coach Severin Lüthi zum Thema: Aus Schwächen neue Stärken entwickeln



Tipps von Leandro Riedi (Finalist Juniorenturnier Roland Garros 2020) und Severin Lüthi zum Thema «Emotionen auf dem Court»: 

 

 

Tipps von Dominic Stricker (Sieger Juniorenturnier Roland Garros 2020) und Severin Lüthi zum Thema «Wie stark müssen meine Schwächen sein?»:

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 




Tipps vom Nationalspieler Johan Nikles und Federer-Coach Severin Lüthi zum Thema: Aus Schwächen neue Stärken entwickeln
 

 

 

 

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