Rado Interclub NLA 2017 – Die Finalpaarungen sind bekannt

12. August 2017, 20:30

Rado Interclub NLA 2017 – Die Finalpaarungen sind bekannt

Sadikovic und Waltert sichtlich erlöst nach dem gewonnen Match-Tiebreak. 

Die Halbfinals der diesjährigen Rado Interclub NLA boten den zahlreich erschienen Zuschauern auf der Anlage des TC Stade Lausanne hochklassiges Tennis auf Spitzenniveau. Die Spiele bei den Herren verliefen erwartungsgemäss und waren bereits nach den Einzeln entschieden. Die beiden Zürcher Teams Seeblick ZH und Grasshoppers ZH bestreiten den morgigen Final. Bei den Damen mussten die Doppelpaarungen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Mit dem besseren Ende für die Teams TC Nyon und Grasshoppers ZH. 

Vorrundensieger Seeblick weiterhin souverän
Bei der Halbfinalpartie zwischen dem TC Seeblick ZH und CT Neuchâtel war die Ausgangslage bereits vor dem ersten Ballwechsel relativ klar. Die Zürcher stiegen als klare Favoriten in dieses Duell, zumal der CT Neuchâtel seinerseits die Finalrundenqualifikation erst in Extremis sichern konnte. Die Zürcher ihrerseits marschierten durch die Vorrunde und standen stets auf dem Leaderthron. Die ersten Einzelpartien zeigten auch sogleich, dass das Stärkeverhältnis klar zu Gunsten der Zürcher zu sprechen scheint. Hüsler, Ritschard und Sadecky starteten allesamt mit Siegen. Speziell für den Vize-Schweizermeister Marc-Andrea Hüsler war der Sieg gegen Margaroli eine Genugtuung, weil er so die offene Rechnung aus der Vorrunde begleichen konnte. „Ich persönlich bin mit meiner Leistung zufrieden, weil ich meine persönliche Revanche gegen Margaroli bekommen habe. Die Nervosität vor so einer Finalrunde war entsprechend höher und im ganzen Team spürbar, aber das gehört zum Sport und wir freuen uns auf den morgigen Final“, so Hüsler. In den anderen drei Einzeln konnte immerhin Rossier für den Ehrenpunkt aus Sicht der Neuenburger sorgen. Das Erreichen der Finalrunde war für den CT Neuchâtel bereits ein grosser Erfolg. Nach dem Aufstieg 2014 durften sie das erste Mal dabei sein.

Grasshoppers machen Zürcher Derby perfekt
Wie im Vorjahr können sich die Grasshoppers ZH für das Endspiel der NLA qualifizieren. Die Partie gegen den Titelverteidiger Genève Eaux-Vives verkam ebenfalls zur klaren Angelegenheit. Startete der Genfer Castelnuovo noch mit einem Sieg im Einzel Nummer Sechs in das Duell, so verloren sie anschliessend die restlichen Matches. Dem Junioren-Wimbledonsieger von 2010 Marton Fucsovics (ATP 119, HUN) war es letzten Endes vergönnt, den entscheidenden fünften Punkt für die Zürcher zu gewinnen. Er bezwang in einer hochstehenden Partie den Genfer Verstärkungsspieler Kenny de Schepper (ATP 146, FRA). Die anderen Spiele gestalteten Bossel, Baltensperger, Fischer und Bodmer siegreich.“Die Matches auf dem Platz waren enger, als es am Ende auf dem Scoreboard ersichtlich war. Die Genfer sind schliesslich Titelverteidiger und wollten diesen auch verteidigen“, so Bodmer. Im Hinblick auf das Finalspiel von morgen ist sich Bodmer sicher, dass die Klatsche gegen Seeblick aus der Vorrunde in den Köpfen der „Hoppers“ keine Rolle mehr spielt. „Es ist eine ganz andere Ausgangslage. Wir konnten damals nicht in Bestbesetzung antreten. Ich bin sicher, dass die Vorrundenpleite im Derby kein Faktor mehr in unseren Team ist und wir positiv dem morgigen Final entgegenblicken“.

Damenteam aus Nyon mit Teamgeist ins Endspiel
Beinahe hätte es auch in dieser Partie keine Doppel gebraucht, um die Finalistinnen zu kennen. Die Teamleaderin der Westschweizerinnen Georgia Brescia (WTA 207, ITA) führte mit 6:1 und 5:1, ehe sie das Match noch im Champions-Tiebreak verlor. In den anderen Einzeln setzten sich der Reihe nach Perrin, Moore und In-Albon durch. Im entscheidenden Doppel siegte das Duo bestehend aus der routinierten Perrin und der Nachwuchshoffnung In-Albon souverän in zwei Sätzen. Für die junge Walliserin In-Albon war das Resultat am Ende klarer, als die Partie effektiv verlaufen ist: „Es war ein harter Kampf. Im ersten Satz des Doppels sind wir extrem nervös geworden und sind froh, dass wir am Ende gewinnen konnten. Im Interclub ist aus meiner Sicht der Teamgeist ein entscheidender Faktor und der war bei uns in den zwei Wochen wunderbar.“ Ob der gute Teamgeist zum Titelgewinn reicht, wird sich morgen zeigen.

Entscheidendes Match-Tiebreak an GC
Die Partie zwischen den Titelverteidigerinnen und den Grasshoppers war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Doppelpartien nahmen die Zürcherinnen mit zwei Punkten Vorsprung in Angriff, nachdem Sadikovic, Bukta und Waltert ihre Einzel gewannen. Für Cologny holte die erst 17-jährige Verstärkungsspielerin aus der Ukraine, Dayana Yastremska, (WTA 264, UKR), den Punkt, der die Hoffnung für die Genferinnen aufrecht hielt. In den Doppeln spielten die Genferinnen dann stark auf und holten sich die beiden Matches in jeweils zwei Sätzen. Dies bedeutete, dass die Entscheidung in einem zusätzlichen Match-Tiebreak fallen musste. Das GC-Duo Sadikovic/Waltert bezwang am Ende Yastremska/Knoll mit 10:5. Simona Waltert äusserte sich zur Kurzentscheidung wie folgt: „Dieser Modus ist speziell. Man muss von Beginn weg bereit sein und darf die ersten Punkte nicht verpassen. Die Anspannung steigt von Minute zu Minute, weil man weiss, dass es keine Schwächephase duldet“. Zur morgigen Finalpartie gibt die 16-jährige Bündnerin zu Protokoll: „Wir freuen uns auf morgen. Die Stimmung im Team ist super, der Teamspirit beflügelt und die zahlreichen Fans verhelfen ebenfalls zu Topleistungen."

Resultate

Herren, Halbfinale.

Seeblick ZH – CT Neuchâtel 5:1
Einzel: Mirza Basic (N1.3/2, BIH) s. Marcelo Arevalo (N1.4/1, ESA) 7:5, 7:6. Pedja Krstin (N1.4/1, SRB) s. Tomas Lipovsek Puches (N1.4/2, ARG) 6:2, 6:1. Robin Roshardt (N2.11, SUI) u. Siméon Rossier (N2.12, SUI) 6:7, 3:6. Marc-Andrea Hüsler (N2.15, SUI) s. Luca Margaroli (N2.22, SUI) 6:3, 1:6, 10:3. Alexander Ritschard (N2.20, SUI) s. Louroi Martinez (N3.32, SUI) 6:1, 6:0. Alexander Sadecky (N2.24, SUI) s. Damien Wenger (N3.38, SUI) 6:3, 7:6.
Doppel: Wurden nicht mehr ausgetragen.

Grasshopper ZH – Genève Eaux-Vives 5:1
Einzel: Marton Fucsovics (N1.3/1, HUN) Kenny De Schepper (N1.3/2, FRA) 6:4, 7:5. Adrien Bossel (N1.6, SUI) s. Enrique Lopez-Perez (N1.4/1, ESP) 6:2,6:4. Adrian Bodmer (N1.10, SUI) s. Johan Nikles (N1.9, SUI) 6:3, 6:3. Raphael Baltensperger (N2.13, SUI) s. Jacob Kahoun (N2.14, SUI) 6:3, 7:5. Martin Fischer (N2.15, AUT) s. Loïc Perret (N2.17, SUI) 6:2, 6:1. Raphael Lustenberger (N2.19, SUI) u.Luca Castelnuovo (N2.27, SUI) 4:6, 7:6, 11:13.
Doppel: Wurden nicht mehr ausgetragen.

Damen, Halbfinale.

CS Cologny – Grasshopper ZH 3:4
Einzel: Anna Blinkova (N1.3, RUS) u. Amra Sadikovic (N1.5, SUI) 4:6, 6:2, 6:10. Dayana Yastremska (N2.11/2, UKR) s. Kathinka von Deichmann (N1.7, SUI/LIE) 7:6, 7:5. Chiara Grimm (N2.18, SUI) u. Agnes Bukta (N2.11, HUN) 2:6, 2:6. Sarah Ottomano (N2.23, SUI) u. Simona Waltert (N2.19, SUI) 2:6, 2:6.
Doppel: Grimm/Knoll s. Bukta/Tamara Arnold (N3.31, SUI) 7:6, 6:3. Blinkova/Katarina Zavatska (N2.11/1, UKR) s. Sadikovic/Waltert 7:6, 7:5. Yastremska/Knoll u. Sadikovic/Waltert 5:10.

Nyon – Chiasso 4:1
Einzel: Giorgia Brescia (N1.9, ITA) u. Paula Cristina Goncalves (N2.11, BRA) 6:1, 6:7, 6:10. Conny Perrin (N1.10, SUI) s. Estrella Cabeza Candela (N2.12, ESP) 7:5, 3:6, 10:3. Tara Moore (N2.11, GBR) s. Nina Stadler (N2.16, SUI) 7:5, 6:1. Ylena In-Albon (N2.14, SUI) s. Leonie Küng (N2.21, SUI) 6:4, 6:1.
Doppel: Perrin/In-Albon s. Stadler/Küng 6:4, 6:1. Zweites Doppel wurde nicht mehr gespielt. 

 

 

 

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