Rado Interclub NLA Finals 2018– Zürich triumphiert erneut

12. August 2018, 20:45

Rado Interclub NLA Finals 2018– Zürich triumphiert erneut

TC Seeblick ZH bei den Herren und GC bei den Damen schaffen die Titelverteidigung. 

Die diesjährige Rado Interclub NLA Meisterschaft ist entschieden. Die strahlenden Siegerteams heissen TC Seeblick bei den Herren und Grasshoppers ZH bei den Damen und schaffen damit beide die Titelverteidigung. Seeblick setzte sich im Zürcher Derby gegen GC mit 5:3 durch. Die Entscheidung fiel nach der Beendigung des zweiten Doppels. Das Damenteam des Grasshopper Club ZH gewann in einer dramatischen Partie gegen Nyon mit 4:3 nach einem entscheidenden Match-Tiebreak. Dies kam zum Zuge, weil die Begegnung nach Einzel und Doppel 3:3 unentschieden gestanden hatte.

Die Finalpartie der Herren zwischen den beiden Zürcher Mannschaften TC Seeblick und Grasshoppers ZH bot den auch heute zahlreich anwesenden Zuschauern auf der Anlage des TC Seeblick ZH attraktive Matches. Nach den ersten drei Einzeln führte GC nach Siegen von Alessandro Giannessi und Remy Bertola. Für Seeblick sicherte Robin Roshardt einen wichtigen Punkt. Nach Abschluss der weiteren drei Einzel führten die Hausherren dann mit 4:2 und konnten die Partie drehen. Sämtliche Matches der zweiten Einzelrunde gingen an Seeblick. Die grösste Spannung kam in der Begegnung zwischen Marc-Andrea Hüsler und Raphael Lustenberger auf. Hüsler behielt die Nerven und siegte nach einem spannenden und hochstehenden Match-Tiebreak.
Somit war vor den alles entscheidenden Doppelpartien klar, dass die Herren aus dem TC Seeblick noch einen Punkt zur erfolgreichen Titelverteidigung brauchten. Am Ende war es dann dem in dieser Saison überzeugend spielenden Robin Roshardt und dem auf diese Saison hin verpflichteten Nachwuchsspieler Jakub Paul vergönnt, den entscheidenden Matchball zu verwerten. Für die Heimmannschaft ist der zweite Meistertitel die logische Folge einer makellosen Saison. Seeblick blieb 2018 ungeschlagen und konnte den Traum von der Titelverteidigung zu Hause vor einem euphorisierten Publikum in Erfüllung gehen lassen. Für Robin Roshardt, der im TC Seeblick gross geworden ist, geht damit auch sein persönlicher Wunsch in Erfüllung. „So ein Titel ist immer etwas Spezielles für einen Schweizer Tennisspieler. Das wir diesen nun vor unserem Heimpublikum gegen die Rivalen aus dem Grasshopper Club holen und auch noch die Titelverteidigung schaffen, ist etwas Einzigartiges. Die Rivalität mit GC ist zwar nicht vergleichbar mit derjenigen im Fussball, trotzdem will man unbedingt gewinnen, zumal man die Spieler des Gegners sehr gut kennt.“

Krimi bei den Damen mit dem besseren Ende für GC
Bei den Damen entschied das entscheidende Match-Tiebreak eine bereits zuvor dramatische Partie zwischen den zwei besten Teams der Saison. Nach Abschluss der vier Einzel lag GC vermeintlich sicher mit 3:1 in Front. Kathinka von Deichmann, Mandy Minella und Amra Sadikovic gewannen ihre Partien. Besonders von Deichmann und Sadikovic lieferten sich mit ihren Gegnerinnen Timea Bacsinszky und Giorgia Brescia enorm knappe Matches, die beide im Match-Tiebreak des dritten Satzes zu ihren Gunsten ausgingen. Sadikovic wehrte gar einen Matchball ab, bevor sie den dritten Punkt für GC ins Trockene brachte.
Die Ausgangslage vor den Doppel war also klar. Von zwei Matches musste Rekordmeister GC eines gewinnen, um nach 2017 auch heuer mit dem Titel die kurze Heimreise anzutreten. Diese Rechnung ging nicht auf. Die Damen aus Nyon bäumten sich nochmals auf und stemmten sich vehement gegen die Niederlage. Die Duos Bacsinszky/Perrin und Knoll/In-Albon sicherten Nyon mit knappen Siegen ein alles entscheidendes Match-Tiebreak auf zehn Punkte. Am Ende konnte das GC-Duo Minella/Sadikovic den entscheidenden Matchball verwerten und den Stadtzürchern einen weiteren Titel sichern. GC- Teamleaderin Kathinka von Deichmann, die einen wichtigen Punkt zum Sieg verbuchte, zeigt sich sichtlich gelöst nach dem Triumph: „Solch ein Drama ist natürlich brutal. Wir zitterten an der Seitenlinie mit und waren hypernervös. Minella und Sadikovic haben dies super gemacht. Wir freuen uns alle total.“

 

 

Resultate

Herren. Final.

TC Seeblick s. Grasshopper ZH 5:3
Einzel: Facundo Bagnis (N1.3/2, ARG) s. Matteo Donati (N1.3/2, ITA) 6:4, 6:2. José Hernandez-Fernandez (N1.4/3, DOM) u. Alessandro Giannessi (N1.3/3, ITA) 4:6, 2:6. Marc-Andrea Hüsler (N1.8, SUI) s. Raphael Lustenberger (N1.5, SUI) 3:6, 6:3, 11:9. Robin Roshardt (N1.10, SUI) s. Adrien Bossel (N1.9, SUI) 6:3, 6:4. Alexander Ritschard (N2.11, USA/SUI s. Raphael Baltensperger (N2.16, SUI) 6:0, 6:0. Jakub Paul (N2.19, SUI) u. Remy Bertola (N2.23, SUI) 4:6, 6:4, 5:10.
Doppel: Bagnis/Hüsler Lustenberger/Bossel 6:4, 0:6, 2:3 abgebrochen. Hernandez-Fernandez/Ritschard u. Donati/Adrian Bodmer (N1.7, SUI) 4:6, 1:6. Roshardt/Paul s. Martin Fischer (N2.17, AUT)/Bertola 6:3, 6:4.

Damen. Final.

Grasshopper s. ZH Nyon 4:3
Einzel: Kathinka von Deichmann (N1.8, SUI/LIE) s. Timea Bacsinszky (N1.1, SUI) 6:1, 4:6, 10:8. Mandy Minella (N1.9/1, LUX) s. Conny Perrin (N1.6, SUI) 6:4, 6:0. Amra Sadikovic (N1.9/3, SUI) s. Giorgia Brescia (N1.9, ITA) 6:7, 6:3, 13:11. Simona Waltert (N1.10/2, SUI) u. Ylena In-Albon (N2.11, SUI) 0:6,7:5, 7:10.
Doppel: Von Deichmann/Waltert u. Bacsinszky/Perrin 6:3, 2:6, 8:10. Minella/Sadikovic u. In-Albon/Xenia Knoll (N2.23, SUI) 4:6, 6:7. Minella/Sadikovic s. Bacsinszky/Knoll 11:9.

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