Swiss Champion Trophy: Küng gewinnt 1. Titel, Laaksonen seinen fünften

15. Dezember 2019, 17:15

Swiss Champion Trophy: Küng gewinnt 1. Titel, Laaksonen seinen fünften

SiegerInnen und FinalistInnen der Swiss Champion Trophy 2019 (vlnr): Ylena In-Albon, Leonie Küng, Yannik Steinegger, Henri Laaksonen

Die Schweizermeister 2019 bei den Aktiven heissen Leonie Küng bei den Damen und Henri Laaksonen bei den Herren. Leonie Küng gewann anschliessend zusammen mit Ylena In-Albon auch den Titel im Doppel, bei den Herren gewannen Sandro Ehrat/Damien Wenger in dieser Disziplin. Auffallend: an jedem Titel war somit in diesem Jahr ein Spieler oder eine Spielerin aus dem Kanton Schaffhausen beteiligt.

Vor dem Final spielten sie zusammen ein, nach dem Match gegeneinander spielten sie gemeinsam im Doppelfinal und verteidigten dort gegen die jüngsten Teilnehmerinnen Céline Naef (N3.29, Feusisberg)/Karolina Kozakova (N3.35 Uzwil) ihren Titel aus dem Vorjahr: die heutigen Finalgegnerinnen der Swiss Champion Trophy Ylena In-Albon (2, N1.8, Baltschieder) und Leonie Küng (4, N2.12, Stein am Rhein) verbindet einiges – und eigentlich verdankt Küng ihren zweifachen Erfolg an diesen Schweizermeisterschaften der Walliserin. «Eigentlich hätte ich im Ausland Turniere gespielt, aber Ylena hate mich angefragt, ob ich mit ihr Doppel spiele. Und weil ich extrem gerne mit ihr zusammen spiele, habe ich mich entschieden, auch im Einzel anzutreten.» Eine Entscheidung, die sich für Küng in vielerlei Hinsicht gelohnt hat.

Für beide wäre es der erste Titel in der ersten Finalteilnahme bei den Aktiven gewesen, nachdem sie in Juniorinnenzeiten insgesamt fünfmal einen Titel gewonnen hatten. Leonie Küng startete fulminant in den Final und gewann den ersten Satz glatt mit 6:0, bevor die Fed-Cup-Spielerin Ylena In-Albon besser ins Spiel fand. Doch Küng liess sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und konnte schliesslich jubeln. Nach schwierigen letzten Monaten, die durch das Pfeiffersche Drüsenfieber und eine Borrelien-Infektion geprägt waren, ein umso schönerer und wichtiger Moment für die Schaffhauserin. «Es bedeutet mir mega viel, dass ich hier in Biel diesen Titel habe gewinnen können und dass ich auch endlich wieder gut spielen kann. Das gibt mir viel Zuversicht für das neue Jahr.»

Auch Ylena In-Albon vermochte nach dem Sieg im Doppel wieder zu strahlen. «Ich habe eine gute Woche hinter mir. Im Einzel hat Leonie verdient gewonnen, sie war in den wichtigen Momenten einfach besser. Umso schöner, dass wir zum zweiten Mal hintereinander den Sieg im Doppel holen konnten.»

Seriensieger Laaksonen musste kämpfen

Bei den Herren heisst der Sieger zum fünften Mal nach 2012, 2013, 2014 und 2018 Henri Laaksonen. Doch er musste sich seinen erneuten Titel schwer erkämpfen. Der ungesetzte Yannik Steinegger zeigte eine kämpferische Leistung, insbesondere nachdem er den Startsatz mit 2:6 verlor. Er gewann den zweiten Umgang und stand im Dritten schon mit 2:0 vorne, als Laaksonen begann, wieder solider zu spielen. Die Nummer 3 der Schweiz hielt schliesslich dem Druck stand und siegte mit 6:2, 3:6, 6:3. «Die Schweizermeisterschaften sind für mich immer ein idealer Gradmesser meiner Vorbereitung auf die neue Saison und geben mir ein bisschen Matchpraxis im Dezember», so der alte und neue Champion. «Ich muss jetzt einfach körperlich 100% fit werden und dann kann ich hoffentlich ein gutes 2020 bestreiten.»

Beim 19-jährigen Yannik Steinegger überwog die Freude an seiner Top-Leistung während der Woche über die Enttäuschung nach der Finalniederlage. «Es war eine intensive Woche, aber sie hat mir gezeigt, dass die harte Arbeit sich lohnt und das gibt mir auch viel Selbstvertrauen fürs neue Jahr.»

Im Doppel der Herren standen sich zu guter Letzt die Davis-Cup-Spieler Sandro Ehrat (1, N1.4, Schaffhausen)/Damien Wenger (1, N1.9, La Neuveville) und Remy Bertola (N2.19, Lugano)/Jakub Paul (N2.11, Chur) gegenüber. Die Topgesetzten konnten ihrer Favoritenrolle gerecht werden und gewannen mit 7:5, 6:2.

Honda Tennis Champion: Küng gibt auch neben dem Platz Gas
Die Spezialwertung aus Einzel- und Doppelergebnissen hat die heutige Zweifach-Siegerin Leonie Küng für sich entschieden – und gewinnt deshalb einen Honda Jazz, den sie während des kommenden Jahres fahren dürfte. Dürfte – denn die 19-Jährige hat noch keinen Führerschein. «Aber das gibt mir jetzt die Motivation, mich dahinterzuklemmen» freute sich Küng, die schon mal probehalber hinters Steuer sitzen konnte.

Rado Club Champion Trophy
Die besten Clubmeister der Schweiz wurden ebenfalls an diesem Sonntag im Nationalen Leistungszentrum in Biel gekürt. Bei den Frauen bezwang Tina Schmassmann im Finale Mirjam Gämperli, die als Lucky Loser ins Tableau gerutscht war, mit 6:4, 6:1. Gämperli hatte im Halbfinal die Nummer 4 des Turniers, Florence Fischer, in zwei Sätzen dominiert. Bei den Herren wurde Jonathan Wawrinka seiner Favoritenrolle gerecht und gewann nach 2016 seinen zweiten Titel als bester Clubmeister der Schweiz. Er bezwang im Final Philipp Sluga in zwei Sätzen.

In den Kategorien der Senioren 40/45+ siegte bei den Frauen die Clubmeisterin 2018 die topgesetzte Corinne Erni, welche gegen die Nummer 2 Karin Amrein gewann.  Bei den Herren gewann ebenfalls der Topgesetzte. Alessio Albisetti bezwang Lucky Loser Jürg Bühler mit 6:3, 6:4.

Resultate

Swiss Champion Trophy Biel.

Final. Damen. Leonie Küng (4, N2.12, Stein am Rhein) s. Ylena In-Albon (2, N1.8, Baltschieder) 6:0, 7:5. Halbfinals. Leonie Küng (4, N2.12, Stein am Rhein) s. Simona Waltert (1, N1.7, Chur) 6:3, 6:3. Ylena In-Albon (2, N1.8, Baltschieder) s.Valentina Ryser (6, N2.12, Thun) 3:6, 6:4, 6:3.

Herren. Final. Henri Laaksonen (N1.3, Schaffhausen) s. Yannik Steinegger (N2.23, Bubendorf) 6:2, 3:6, 6:3. Halbfinals. Henri Laaksonen (N1.3, Schaffhausen) s. Leandro Riedi (7, N2.14, Bassersdorf). Yannik Steinegger (N2.23, Bubendorf) s. Jakub Paul (5, N2.11, Chur) 2:6, 7:6(5), 6:3. 

Damen Doppel. Final. Ylena In-Albon (N1.7, Baltschieder)/Leonie Küng (N2.12, Beringen) s. Karolina Kozakova (N3.35, Uzwil)/Céline Naef (N3.29, Feusisberg) 6:1, 6:3. Halbfinals. Ylena In-Albon (N1.7, Baltschieder)/Leonie Küng (N2.12, Beringen) s. Svenja Ochsner (N3.27, Einsiedeln)/Joanne Züger (N2.13, Sissach) 3:6, 6:3, 10:5. Karolina Kozakova (N3.35, Uzwil)/Céline Naef (N3.29, Feusisberg) s. Jenny Dürst (N2.23, Wettswil)/Fiona Ganz (N2.21, Embrach) 6:4, 3:6, 10:5.

Herren Doppel. Final. Sandro Ehrat (1, N1.4, Schaffhausen)/Damien Wenger (1, N1.9, La Neuveville) vs. Remy Bertola (N2.19, Lugano)/Jakub Paul (N2.11, Chur) 7:5, 6:2. Halbfinals. Sandro Ehrat (1, N1.4, Schaffhausen)/Damien Wenger (1, N1.9, La Neuveville) s. Yannik Steinegger (N2.23, Bubendorf)/Luca Stäheli (N2.12, Wollerau) 6:2, 7:6(5). Remy Bertola (N2.19, Lugano)/Jakub Paul (N2.11, Chur) s. Raphael Baltensperger (2, N1.10, Uetikon am See)/ Mirko Martinez (N2.21, Neuchâtel) 6:3, 6:3.

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