Tennis-Talent Masarova spielt neu für Spanien

12. Januar 2018, 16:29

Tennis-Talent Masarova spielt neu für Spanien

Rebeka Masarova steht neuerdings für Spanien auf dem Court
Das Schweizer Frauentennis muss einen zukunftsträchtigen Abgang verkraften. Rebeka Masarova startet seit Anfang Jahr für Spanien statt für die Schweiz.

Die Juniorensiegerin des French Open 2016 beantragte beim Internationalen Tennisverband (ITF) den Nationenwechsel, wie Swiss Tennis auf Anfrage bestätigte. In der Vergangenheit war das Verhältnis zwischen der 18-jährigen Baslerin, deren Mutter Spanierin und der Vater Slowake ist, nicht immer einfach. Dennoch zeigt man sich bei Swiss Tennis überrascht.

Noch vor wenigen Monaten hatte sich Masarova, die 2016 für die Schweiz an den Europameisterschaften U18 in Klosters antrat, entschieden, künftig für die Schweiz Fed Cup spielen zu wollen und unterschrieb das entsprechende Gesuch. Der Internationale Tennisverband bestätigte 2017 gegenüber Swiss Tennis, dass die Nachwuchshoffnung für die Schweiz spielberechtigt sei.

In einer Stellungnahme schreibt der Schweizer Verband weiter, dass Masarova noch im Dezember während einiger Tage im Nationalen Leistungszentrum in Biel trainiert habe. Er betont auch, dass diese in den vergangenen Jahren finanziell von Swiss Tennis unterstützt worden sei. "Swiss Tennis hat die Information über den beantragten Nationenwechsel deshalb überrascht zur Kenntnis genommen." Mittlerweile trainiert Masarova bereits in Barcelona.

Das offizielle Gesuch für den Nationenwechsel durch die ITF und den spanischen Verband ist noch nicht bei Swiss Tennis eingetroffen, das dazu Stellung beziehen muss. So lange ist Masarova, aktuell die Nummer 431 der Welt, im Teamwettbewerb Fed Cup noch nicht für Spanien spielberechtigt.

Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach erklärte, er bedauere den Entscheid Masarovas und dass er auf zwei Ebenen aktiv werden wolle. "Ich habe eine Überprüfung der Causa Masarova aus juristischer Sicht in Auftrag gegeben, und Swiss Tennis wird bei der ITF beantragen, die Problematik des Nationenwechsels, nachdem ein anderer Ausbildungsverband die Nachwuchsförderung geleistet hat, auf internationaler Ebene einer für alle Parteien fairen Lösung zuzuführen.“ Stammbach ist auch Vizepräsident der ITF.

glqxz9283 sfy39587stf02 mnesdcuix8