WTA kauft Turnierrechte selbst zurück, um die sich Swiss Tennis beworben hat

09. Dezember 2015, 16:55

WTA kauft Turnierrechte selbst zurück, um die sich Swiss Tennis beworben hat

Die Women’s Tennis Association WTA hat an ihrer gestrigen Sitzung in Florida entschieden, dass die Turnierrechte für das Damenturnier von Florianopolis (Brasilien) vom Brasilianischen Tennisverband nicht an Swiss Tennis gehen, sondern die WTA kauft sie selbst zurück. Swiss Tennis-Präsident René Stammbach ist im Gespräch mit weiteren Veranstaltern, die ihre Turnierrechte abtreten möchten.

Lange liess der Entscheid auf sich warten: bereits vor mehreren Wochen hatte Swiss Tennis den Entscheid erwartet, an wen die Turnierrechte eines Hallenturniers, das 2016 noch in Brasilien stattfindet, vergeben werden würden. Der Schweizerische Tennisverband hatte sich um die sogenannte Sanction des Anlasses beworben, die ihm die Durchführungsrechte ab Februar 2017 gewährt hätte. Nun ist die Entscheidung gefallen und die WTA macht von ihrem statutarisch verankerten Rückkaufsrecht („right of first refusal“) Gebrauch und will die Rechte für sich behalten. Was sie mit der Turniermöglichkeit tun werden, bleibt offen.

Für René Stammbach, Präsident von Swiss Tennis, ändert der aktuelle Entscheid der WTA nicht viel: „Wir mussten mit dieser Möglichkeit rechnen und haben deshalb bereits in den letzten Wochen Gespräche mit anderen Inhabern von Turnierrechten aufgenommen, welche ihre Sanctions dauernd oder zeitlich begrenzt weitergeben möchten. Wir halten an der Idee fest, ab 2017 ein WTA-Damenturnier durchzuführen.“

Auch Micky Lawler, Präsidentin der WTA, äussert sich zuversichtlich zum weiteren Vorgehen: „Wir werden weiterhin daran arbeiten, für Swiss Tennis die richtige Lösung für einen zukünftigen WTA-Anlass in der Schweiz zu finden.“

Swiss Tennis plant, im kommenden Jahr auf dem Gelände des Nationalen Leistungszentrums in Biel eine Event- und Trainingshalle für bis zu 3 000 Zuschauer zu erstellen. ​

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