Gemeinsam stark - die Swiss Tennis Partner Academy Zürich

11. Januar 2019, 10:32

Gemeinsam stark - die Swiss Tennis Partner Academy Zürich

Robin Roshard (links) und Roman Valent arbeiten künftig gemeinsam für den Zürcher Nachwuchs

Die Tennisanlage Lengg gehört seit Jahren mit seiner Tennisakademie zu den Partner Akademien von Swiss Tennis. Seit zwei Jahren wird die (Progressive Tennis) Akademie von Roman Valent geführt. Ebenso erfolgreich ist auf dem selben Gelände mittlerweile auch die Robin Roshardt Academy tätig. Welche positiven Synergien nun aus dieser unüblichen Konstellation für den Zürcher Tennisnachwuchs entstehen, erklärt Alessandro Greco, Leiter Spitzensport von Swiss Tennis im Interview. 

Alessandro Greco, Swiss Tennis beschreitet zusammen mit den Tennisakademien der beiden ehemaligen Tennisprofis Roman Valent und Robin Roshardt in Zürich einen neuen Weg. Was genau heisst das?

Eine Partnerakademie von Swiss Tennis sollte sich prioritär auf den Leistungssport im Bereich U15[1] fokussieren. Die bisherige Partner Academy von Roman Valent verfügt im Moment über Talente, die sowohl älter als 15 als auch einige die jünger als 15 Jahre alt sind. Im Gegenzug fokussiert sich die ebenfalls auf der Anlage in der Lengg tätige Akademie von Robin Roshardt bisher sehr stark auf den U15-Bereich inklusive des Kinderförderprogramms Kids Tennis. Aufgrund der erfolgreichen Arbeit und die Nähe der beiden Akademien wurde nun gemeinsam entschieden, dass der Leistungssportbereich U15 der beiden Schulen fusionieren. Während die Talente im Bereich U14 mehrheitlich durch Robin Roshardt geführt werden, werden die Kids dann Schritt für Schritt ab 14-Jahren unter der Leitung von Roman Valent trainieren. Die Übergänge sind selbstverständlich fliessend. bei Beide Akademien werden eigenständig weitergeführt, treten aber im U15-Bereich gemeinsam als Einheit auf und nehmen jeweils unterschiedliche Aufgaben- und Kompetenzbereiche innerhalb des gemeinsamen Bereiches wahr.

Eine Fusion in dieser Art und auf dieser Leistungsstufe ist bisher einmalig in der Schweiz. Welches waren die grössten Herausforderungen auf dem Weg zur Einigung?

Grundsätzlich möchte ich festhalten, dass es ein positives Zeichen für die Tennis-Schweiz ist: wir haben einerseits viele junge Talente, aber andererseits auch einige sehr gute Ausbildungsstätten. Diese nun an einen Tisch und in eine gemeinsame Organisation zu bringen, damit im Endeffekt die Talente noch mehr profitieren, das war unsere Vision. Besonders erwähnenswert ist auch, dass alle Beteiligten – die beiden Headcoaches, aber auch der Anlagenbesitzer und der Regionalverband – sehr kooperativ, konstruktiv und, nicht zuletzt, sehr schnell vorwärts gemacht haben. Das Finanzierungs-, bzw. Subventionsmodell, das wir in diesem besonderen Fall anwenden, ist einzigartig, denn es ist erstmals komplett ersichtlich, wie die Gelder von «oben nach unten» fliessen. Das macht eine Investition auch für einen potentiellen Sponsor interessanter. Und es zeigt transparent und nachvollziehbar auf, wie Swiss Tennis seine Aussage «Die Gelder müssen auf den Platz kommen» umsetzt.

Das Wort «Subventionsmodell» ist gefallen – was muss man sich darunter vorstellen?

Dieses Modell wollen wir inskünftig bei allen unseren Partnerakademien anwenden. Es wird grundsätzlich einen grossen Subventionstopf geben, im Idealfall ist dies in naher Zukunft eine Stiftung. In diesem Topf werden alle erhaltenen Subventionen der jeweiligen Partner Academy einbezahlt. Diese stammen von Swiss Tennis, Swiss Olympic, Sponsoren, Gönnern, den Regionalverbänden etc.

Geförderte SpielerInnen werden dann aus diesem Topf subventioniert. Beispielsweise: Wenn eine Trainerstunde normalerweise CHF 100.00 kosten würde, dann entscheidet der Stiftungsrat, wie stark die Trainingsstunde für den subventionierten Spieler oder die Spielerin vergünstigt wird. So wird auch für die Eltern klar ersichtlich, wie stark ihr Kind unterstützt wird. Dieses Projekt werden wir in den kommenden 2 Jahre vorantreiben.

Neu wird also ein guter Junior oder eine gute Juniorin aus der Region Zürich in den Leistungssportbereich U15 der Swiss Tennis Partner Academy Zürich aufgenommen. Welche Vorteile bietet dies den AthletInnen nebst dem finanziell subventionierten Training?

Neben den günstigeren Trainingskonditionen erhalten die selektionierten JuniorInnen Priorität in der allgemeinen Förderung, beispielsweise erhalten sie den Vorzug bei der Planung von Trainings- oder Turnierwochen, Trainingszeiten, Sparrings etc. Bei einer Zugehörigkeit zum neuen Leistungssportbereich U15 ist auch gesichert, dass die Ausbildung und Förderung der Jungtalente in engem Austausch mit den Verantwortlichen von Swiss Tennis und gemäss dem übergeordneten Förderkonzept und der «Road to Top» geschieht.

 

[1] Dem U15-Leistungssportbereich gehören alle KaderspielerInnen (überregionales Kader, Nachwuchskader etc). der Unter-15-Jährigen an. Dazu gehören jedoch auch SpielerInnen, denen der Headcoach einer Partner Academy die Zugehörigkeit zu einem dieser Kader in Zukunft zutraut. 

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