Der Auftakt zur Mission Titelverteidigung ist den Schweizerinnen missglückt. Gegen das Team aus Tschechien gelang ihnen kein einziger Sieg. Céline Naef und Viktorija Golubic verloren ihre Einzel. Zusammen mit Jil Teichmann unterlag letztere abschliessend auch im Doppel.
Naef verliert trotz starkem Debüt
Den Auftakt aus Schweizer Sicht machte Team-Neuling Céline Naef (WTA 137), die damit bei erster Gelegenheit ihr Debut für das Securitas Team Schweiz feierte. Die 18-Jährige bekam es mit der gleichaltrigen Linda Noskova (WTA 41) zu tun. Nach einem frühen Break gegen sich fand die junge Schweizerin immer besser ins Spiel und kämpfte sich stark zurück. Nach einem verlorenen Tie-Break musste sie den Startdurchgang letztlich dennoch ihrer Gegnerin überlassen. Auch im zweiten Satz blieb es eine äusserst umkämpfte Partie. Beide Spielerinnen wussten sich in schwierigen Momenten mit ihrem starken Service zu helfen. Im bestmöglichen Moment, beim Stand von 5:4 aus ihrer Sicht, war es dann Céline Naef, die zu drei Break- und damit Satzbällen kam. Den zweiten davon nutzte die Schweizerin zum Satzausgleich. Und den Schwung nahm sie sogleich mit in den Entscheidungsdurchgang. Früh gelang der Newcomerin ein Break und schon bald hiess es 4:1. Danach vermochte die aufgrund ihrer Weltranglistenposition favorisierte Tschechin aber noch einmal aufzudrehen. Sie überliess Naef kein einziges Game mehr und fügte ihr damit eine bittere Niederlage zu. Bitter deshalb, weil die Leistung der Schweizerin über weite Strecken hervorragend war.
Céline Naef: «Natürlich bin ich enttäuscht. Gleichzeitig bin ich aber auch stolz, bei meinem Debüt eine starke Leistung gezeigt zu haben. Das Team hat mich extrem unterstützt. Ich habe eine wahnsinnige Energie gespürt im Stadion, was mir grossen Spass bereitet hat.»
Golubic unterliegt starker Bouzkova
Somit war es an Viktorija Golubic (WTA 83) die Schweiz im Spiel zu halten. Und die 31-Jährige startete furios in ihre Partie gegen Marie Bouzkova (WTA 34). Gleich bei erster Gelegenheit nahm sie der Tschechin den Aufschlag ab. Dasselbe gelang Golubic später gar noch ein zweites Mal, ohne jedoch die Führung jeweils behaupten zu können. Am Ende war es gar Bouzkova, die sich den Startsatz mit ihrem dritten Servicedurchbruch sicherte. In Satz Nummer zwei behielten die Aufschlägerinnen lange die Oberhand. Beim Stand von 4:5 aus Schweizer Sicht sah sich Viktorija Golubic jedoch mit einem Breakball gegen sich konfrontiert, den sie nicht abzuwehren wusste. Folglich ging auch der zweite Durchgang an die Tschechin und deren Team somit mit 2:0 siegen in Führung.
Viktorija Golubic: «Ich hatte das Gefühl, auf einem ordentlichen Niveau zu spielen und konnte mir auch Chancen erarbeiten. In den entscheidenden Momenten konnte ich den Schalter aber nicht ganz umlegen. Am Ende waren es zwei enge Sätze, die leider beide auf ihre Seite kippten.»
Nichts zu holen im Doppel
Im abschliessenden Doppel kam Viktorija Golubic gleich noch einmal zum Einsatz. Zusammen mit Jil Teichmann traf sie auf das hochklassige Duo, bestehend aus Barbora Krejcikova und Katerina Siniakova. Die beiden Tschechinen bestritten vergangene Woche noch gemeinsam die WTA Finals der besten acht Doppel der Welt. Dennoch hielten die Schweizerinnen im ersten Satz sehr gut mit. Nachdem keines der Teams seinen Aufschlag abgegeben hatte, musste das Tie-Break die Entscheidung bringen. In diesem setzten sich die Favoritinnen aus Tschechien durch. Deutlich klarer dann die Verhältnisse im zweiten Satz: Nach zwei Breaks gewannen die Tschechinnen ihn mit 6:2.
Jil Teichmann: «Wir haben aggressiv gespielt und konnten viele Chancen kreieren. Das war gut. Das Glück war aber teilweise nicht auf unserer Seite. Im Doppel kann es dann sehr schnell gehen.»
Heinz Günthardt: «Wir haben uns heute sehr gut verkauft. Gegen ein so starkes Team wie jenes der Tschechinnen musst du deine Chancen aber nutzen. Das ist uns nicht gelungen, obwohl wir oft sehr nahe dran waren. In den entscheidenden Momenten haben sie besser gespielt als wir.»
Somit stehen die Schweizerinnen nach der ersten Begegnung bereits mit dem Rücken zur Wand. Nur mit einem Sieg am Donnerstag gegen die USA kann das Team von Captain Heinz Günthardt die Chancen auf ein Weiterkommen aufrechterhalten.




