Ein einziges Mal sind die Schweiz und Tunesien im Davis Cup bisher aufeinandergetroffen. Die Begegnung fand in Tunis (TUN) statt, liegt knapp 41 Jahre zurück und endete mit einem 5:0 zu Gunsten der Schweiz. Für die Siege, die alle ohne Satzverlust zustande kamen, waren damals Roland Stadler, Dominik Utzinger und Markus Günthardt besorgt. Nun also kommt es zu einem zweiten Kräftemessen, für das wir uns aus Schweizer Sicht einen ähnlich erfreulichen Ausgang natürlich wünschen. Aber Achtung, das aktuelle Team der Tunesier ist nicht zu unterschätzen!
Moez Echargui so gut wie noch nie
Begründen lässt sich diese Aussage vor allem mit der Person von Moez Echargui (ATP 142). Der 33-Jährige aus La Marsa im Norden Tunesiens erlebt derzeit die beste Phase seiner Karriere, ist in der Weltrangliste weiter vorne zu finden als je zuvor und hat die letzten fünf Einzel im Davis Cup allesamt gewonnen. So zeichnete er etwa auch für die beiden tunesischen Punkte bei der 2:3-Niederlage im vergangenen September gegen Schweden verantwortlich. Nur eine Woche später triumphierte Echargui ausserdem beim hochdotierten Challenger-Turnier (ATP 125) von Saint Tropez (FRA). Auf ein aktuelles Mitglied des Securitas Swiss Davis Cup Teams traf er indes noch nie.
Neuanfang für die Schweiz
Für die Schweizer Spieler werden die Partien gegen den Teamleader der Gäste also eine neue Erfahrung darstellen. Sowieso steht für sie das Duell mit Tunesien im Zeichen eines Neuanfangs. Nach zwei Niederlagen im letzten Jahr – gegen Spanien und Indien – soll der erste Schritt auf dem nicht kürzer gewordenen Weg zurück an die Weltspitze erfolgen. Dabei helfen sollen mit Leandro Riedi (ATP 171), Jérôme Kym (ATP 192) und Dominic Stricker (ATP 380) mitunter drei Akteure, die das Tennisjahr nach teilweise längeren Verletzungspausen mit neuem Schwung in Angriff nehmen. Bereits ein riesiges Highlight erlebt hat derweil Jakub Paul (ATP 450), der mit dem Schweizer Team beim United Cup bis in den Final vorstiess und an der Seite von Belinda Bencic vier von fünf Mixed-Doppel-Matches gewann. Während Paul mit seinen 26 Jahren der Älteste ist im Aufgebot von Captain Severin Lüthi, ist der eben erst 19 gewordene Henry Bernet (ATP 500) das Küken in der Mannschaft.
Wegweisende Begegnung für die Zukunft
Es ist also ein sehr junges Securitas Swiss Davis Cup Team, das den wichtigen Sieg gegen Tunesien anstrebt. Wichtig deshalb, weil es um den Verbleib in der Weltgruppe 1 geht. Ein Erfolg jetzt und ein weiterer im September sind Pflicht, will die Schweiz im nächsten Jahr wieder im Konzert der ganz Grossen, sprich um den Titel im Davis Cup mitspielen.

