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10. April 2026, 18:57

BJKC: 1:1 zwischen der Schweiz und Tschechien

Nach dem ersten Tag steht es in der Billie Jean King Cup Qualifiers-Begegnung zwischen der Schweiz und Tschechien 1:1. Belinda Bencic brachte das Securitas Team Schweiz in Führung.

Rund 800 Fans bekamen in der Bieler Swiss Tennis Arena am Freitag zwei attraktive Partien zu sehen. Bevor Viktorija Golubic (WTA 79) der favorisierten Linda Noskova (WTA 14) unterlag, erkämpfte Belinda Bencic (WTA 11) dem Securitas Team Schweiz gegen Marie Bouzkova (WTA 24) den ersten Punkt.

Bencic ringt Bouzkova in drei Sätzen nieder

Lange sah alles so aus, als könne sich die Schweizerin souverän in zwei Sätzen durchsetzen. Bencic gewann den ersten Durchgang mit 6:3 und führte im zweiten mit Doppelbreak, ehe ihre Gegnerin immer besser in die Partie fand. Bouzkova verteidigte sich von da an hervorragend gegen die weiter sehr offensiv agierende Bencic, der phasenweise die Lösungen ausgingen. «Es fühlte sich an, wie gegen eine Wand zu spielen. Irgendwann weisst du nicht mehr, wo du den Ball noch hin spielen sollst, um den Punkt abzuschliessen», lobte die 29-Jährige die Defensivkünste ihrer Kontrahentin. So wurde der zweite Satz im Tie-Break entschieden, wo erneut die Schweizerin vorlegen, eine 4:1-Führung aber nicht ins Ziel bringen konnte. Anschliessend war es auch in Satz Nummer drei ein Match auf Augenhöhe, in welchem bis zum Stand von 5:4 für Belinda Bencic beide Spielerinnen ihre Aufschlagspiele durchzubringen vermochten. Just in diesem Moment packte die Schweizerin aber zu. Sie nutzte nach mehr als drei Stunden Spielzeit ihren zweiten Matchball und erlöste damit sich, ihr Team und die Fans in der Bieler Swiss Tennis Arena. «Die Erleichterung am Ende war gross. Das war ein grosser Fight, bei dem mir nicht zuletzt die Unterstützung des Publikums und des Teams geholfen hat.»

Golubic unterliegt Noskova in zwei Sätzen

Im zweiten Einzel hatte Viktorija Golubic gegen Linda Noskova von Beginn an einen schweren Stand. Die tschechische Teamleaderin streute zwar auch immer mal wieder einen unerzwungenen Fehler ein, blieb mit ihrer Power aber stets gefährlich und holte sich den ersten Satz mit 6:1. Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte dann die Schweizerin. Golubic nahm Noskova den Aufschlag ab und führte zwischenzeitlich mit 4:1. Von da an übernahm die Weltnummer 14 jedoch wieder das Spieldiktat. Am Ende ging der zweite Satz mit 6:4 an die Tschechin, welche die Begegnung somit für ihr Team ausgleichen konnte. Viktorija Golubic resümierte im Anschluss: «Ich habe im zweiten Satz versucht, mehr Variation in mein Spiel zu bringen und konnte ihr damit Schwierigkeiten bereiten. In den entscheidenden Momenten hatte sie dann aber doch die richtigen Antworten bereit. Klar bin ich enttäuscht, es ist aber noch nichts verloren.»

Entscheidung fällt am Samstag

Für Captain Heinz Günthardt verlief der Tag nach Papierform: «Wir waren favorisiert im ersten Match, die Tschechinnen waren es im zweiten. So gesehen, durfte man eine ausgeglichene Begegnung erwarten. Ich bin extrem zufrieden, wie Belinda gegen eine wirklich stark spielende Gegnerin die Oberhand behalten konnte. Auch Viktorija hat keine schlechte Leistung gezeigt, musste sich am Ende aber der Wucht von Noskova beugen.» Das Team, das zuerst drei Matches gewinnt, entscheidet die gesamte Begegnung für sich. Morgen Samstag steht um 13 Uhr zuerst das Doppel auf dem Programm. Für das Securitas Team Schweiz sind dafür Rebeka Masarova (WTA 123) und Céline Naef (WTA 207) nominiert. Sie treffen auf Marketa Vondrousova (WTA 45) und Lucie Havlickova (WTA 217). Beide Captains können für die Partien des zweiten Spieltages allerdings noch Änderungen vornehmen.


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