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24. Oktober 2022, 14:45

Monday Update: Premieren für Ritschard und Casanova

Fünf internationale Titel innert einer Woche – das Schweizer Tennis hatte wieder allen Grund zur Freude. Besonders Andrin Casanova und Alexander Ritschard konnte grosse Erfolge feiern.

Erst einmal in der Geschichte hatte es bisher auf Stufe ATP Challenger ein rein schweizerisches Finale gegeben. Damals, im Jahr 1989, holte sich Marc Rosset in Nyon den Titel gegen Landsmann Roland Stadler. Vergangene Woche war es dann wieder so weit: Im Finale des ATP Challengers von Hamburg standen sich die Davis Cup-Teamkollegen Alexander Ritschard und Henri Laaksonen gegenüber. Vor der Partie waren die beiden Schweizer in der Weltrangliste direkt hintereinander klassiert. Aufgrund der unterschiedlich verlaufenden Formkurven in diesem Jahr, war Ritschard dennoch leicht zu favorisieren. Und der Zürcher vermochte dieser Rolle gerecht zu werden. Der 28-Jährige gewann den ersten Satz mit 7:5 und schlug im zweiten Durchgang beim Stand von 6:5 zum Matchgewinn auf. Just bei Matchball Ritschard nahm die Partie allerdings ein abruptes Ende, als Laaksonen verletzungsbedingt aufgeben musste. Den ersten Challenger-Titel in der Karriere des Alexander Ritschards macht dieser Umstand aber nicht weniger schön.  Bemerkenswert aus Schweizer Sicht: Davor hatten in diesem Jahr bereits Dominic Stricker, Antoine Bellier und Marc-Andrea Hüsler auf dieser Stufe triumphiert – Rekord!

Premiere auch für Andrin Casanova

Eine regelrechte Traumwoche erlebte Andrin Casanova in Thailand. Erstmals überhaupt triumphierte der 18-jährige Innerschweizer bei einem ITF-Juniorenturnier der Kategorie J2. Im Finale von Nonthaburi liess er dem Inder Aryan Shah keine Chance und bezwang diesen glatt in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:1. Im gesamten Turnierverlauf musste Casanova keinen einzigen Satz abgeben. Der Triumph in Thailand ist für den jungen Schweizer gleichbedeutend mit dem Erreichen eines Meilensteins. Nächste Woche wird Andrin Casanova erstmals zu den besten 100 Junioren der Welt gehören. Doch damit der Erfolgsmeldungen nicht genug, als Zugabe sicherte sich der 18-Jährige in Nonthaburi, zusammen mit dem Australier Charlie Camus, auch noch den Titel in der Doppel-Konkurrenz.

Auch im marokkanischen Rabat durften sich die Schweizerinnen und Schweizer gleich doppelt freuen. Beim ITF-Turnier der Kategorie J4 gewannen die 17-jährigen Salome Fluri und Irina Wenger gemeinsam. Die Solothurnerin und die Berner Oberländerin setzten sich im Finale gegen ihre Landsfrau Livia Airoldi und die Britin Isabella Gibson durch. Mit Adrien Berrut jubelte an gleicher Stelle auch ein Schweizer Junior. Der 17-jährige Walliser siegte im Doppel gemeinsam mit dem Marokkaner Yazid Lahjomri.

Finalteilnahmen auf für Golubic, In-Albon und Paul

Drei Schweizer Profis war ein Titelgewinn indes nicht ganz vergönnt. Viktorija Golubic konnte im französischen Rouen ihre ansteigende Form hinsichtlich der anstehenden Billie Jean King Cup Finals unter Beweis stellen. Die 30-Jährige spielte sich beim WTA 125-Turnier bis ins Finale vor, wo sie letztlich Maryna Zanevska aus Belgien unterlag. Bereits ihr drittes Finale in Folge spielte Ylena In-Albon in Santa Margherita di Pula (ITA). Im Endspiel des mit 25 000 Dollar dotierten ITF-Turniers war für die Walliserin gegen das erst 15-jährige Supertalent Brenda Fruhvirtova nichts zu holen. Die Tschechin gewann glatt in zwei Sätzen. Vor Wochenfrist stand Jakub Paul noch im Doppel-Finale des ATP Challengers von Rio De Janeiro (BRA), nun gelang ihm dasselbe in Chile. Auch beim ATP Challenger von Coquimbo trat der Bündner mit dem Polen Karol Drzewiecki an und musste sich erst im Finale geschlagen geben.

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