Riedi neu im A-Kader

13. Juni 2018, 11:02

Riedi neu im A-Kader

Leandro Riedi wird per 1. August neu dem A-Kader von Swiss Tennis angehören

Bei den Selektionen für die Tennis-Nationalkader werden „harte“ Fakten wie Ranking(-entwicklung), Trainingsplanung oder der relative Alterseffekt (RAE) berücksichtigt, aber auch „weiche“ Faktoren wie Potentialeinschätzung, Engagement, Umfeld oder die mentale und spielerische Entwicklung spielen eine gewichtige Rolle. Ab August gelten schweizweit einheitlichere Regionalkaderbedingungen.

Jeweils zweimal pro Jahr überprüfen die Coaches bei Swiss Tennis die aktuellen Kaderselektionen. Während im Juni jeweils die Kaderzugehörigkeiten ab August für die kommenden 12 Monate definiert werden, können Talente, die während der Saison durch gute Leistungen aufgefallen sind, im Dezember nachselektioniert werden.

Bei den soeben erfolgten Selektionen gibt es einen Neuzugang ins A-Kader: der 16-jährige Leandro Riedi, der seit rund zwei Jahren in Biel trainiert, gehört neu der obersten Kaderstufe an. Neu ins B-Kader aufgenommen wird der Bündner Jakub Paul. Der 19-Jährige gehörte bis anhin dem C-Kader an, machte aber unter anderem von seiner Wildcard beim mit 25 000$ dotierten Turnier in Oberentfelden guten Gebrauch und musste sich erst im Endspiel geschlagen geben. „Je älter die SpielerInnen werden, umso stärker wird auch die Klassierung gewichtet“, so Yves Allegro, Headcoach von Swiss Tennis. „In jüngeren Jahren sind aber eine Reihe anderer Faktoren wichtiger.“

Swiss Tennis verfügt über vier Nationalkaderstufen. Kinder unter 14 Jahren können als Mitglieder eines nationalen Nachwuchskaders selektioniert werden, wobei sie aber weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld trainieren. Ab 14 Jahren gibt es zusätzliche Selektionsmöglichkeiten ins C-, B- oder A-Kader und die Möglichkeit, neu im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel zu trainieren. Ab August 2018 leben und trainieren im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis oder der Swiss Tennis Academy 13 KaderjuniorInnen.

Übersicht mit allen Mutationen in den aktuellen Nationalkadern von Swiss Tennis ab 1. August 2018


Ab August gelten schweizweit einheitlichere Regionalkaderbedingungen
Im Bereich der Regionalkader gibt es ebenfalls Neuerungen: Einerseits wird die Tennis-Schweiz in fünf virtuelle Regionen aufgeteilt und es gibt neu eine neue, überregionale Kaderstufe U15. Bei dieser Kaderstufe, welche die ehemaligen Leistungsstufen 1 und 2 ablöst und generell verschärften Kaderbedingungen stellt, wird die übergeordnete Koordination neu zentralisiert und wechselt in der Verantwortung von den Regionalverbänden zu Swiss Tennis. Aber auch bei den Bedingungen für die Regionalkader, für die weiterhin die Regionalverbände verantwortlich zeichnen, gibt es schweizweite Harmonisierungen und Anpassungen.

Warum die Umstrukturierung?
Die von der JUKON (Juniorenkommission: Vertreter der Regionalverbände) erarbeitete und von den Regionalverbänden genehmigte Umstrukturierung der Regionalkader, ergibt im Detail folgende Änderungen: Bisher galten in benachbarten Regionalverbänden teilweise völlig unterschiedliche Bedingungen für die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Regionalkadern. Die  Bestrebung des neuen Regionalkaderkonzeptes der JUKON ist es, diesem Wildwuchs auf der bisherigen LS2-Stufe ein Ende zu setzen. Obwohl die Regionalverbände eine gewisse Unabhängigkeit geniessen, werden die meisten Regionalverbände ihre regionalen Konzepte ab dem 1. August 2018 auf das neue schweizweite Nachwuchskonzept abstimmen.

Was steht hinter diesen Änderungen? Die meisten Schweizer U15-SpielerInnen trainieren dezentral, also nicht im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel, sondern in einer Swiss Tennis Partner Academy oder bei ihren persönlichen Wettkampftrainern. Die SpielerInnen, die den neuen Überregionalkadern angehören, sollen aber bereits früh(er) mit gezielten Massnahmen durch Swiss Tennis unterstützt werden. Dazu gehören beispielsweise gemeinsame Kadercamps nach dem Motto «Die Besten trainieren mit den Besten», einheitliche Leistungstests, Unterstützung bei Schuldispensationen (Talent Card Regional), Unterstützung durch die neuen überregionalen Nachwuchschefs sowie durch Zahlung von direkten Fördergeldern. Im Gegenzug sind die dezentral in ihren Regionen trainierenden ÜberregionalkaderspielerInnen verpflichtet, sich verbindlich für den Leistungssport zu bekennen. Das heisst beispielsweise einen gewissen Trainings- und Wettkampfaufwand zu betreiben oder das Programm für Überregionale Kader zu absolvieren.

Selektionen überregionale Kader 2018/19
 

 

glqxz9283 sfy39587stf02 mnesdcuix8