Der erste Tag der Begegnung in der Weltgruppe 1 hätte für das Securitas Swiss Davis Cup Team nicht besser verlaufen können. Vor rund 700 Fans in der Swiss Tennis Arena in Biel besiegte Marc-Andrea Hüsler (ATP 171) den Peruaner Juan Pablo Varillas (ATP 179) nachdem davor Jérôme Kym (ATP 151) bereits gegen Ignacio Buse (ATP 212) gewonnen hatte.
Kym legt los wie die Feuerwehr
Der 21-jährige Schweizer startete furios in die Partie und dominierte seinen Gegner von Beginn weg mit seiner angriffigen und präzisen Spielweise. Der Peruaner wusste im ersten Satz phasenweisen nicht wie ihm geschah und lag schon bald mit zwei Breaks im Hintertreffen. «So gut bin ich wohl noch selten in ein Match gestartet», sagte Jérôme Kym anschliessend. Nach nur 25 Minuten war dann der erste Durchgang auch bereits im Trockenen. Dass der Fricktaler die Pace im zweiten Satz nicht ganz halten konnte, schrieb er einer gewissen Nervosität zu, die er sehr wohl verspürt habe: «Ich war sehr aufgeregt, mein Racket zitterte beim Service jeweils richtiggehend. Schliesslich durfte ich zum ersten Mal als Nummer eins für die Schweiz auflaufen.» Aber auch Ignacio Buse trug zu einem ausgeglichenen zweiten Satz bei. Der 20-Jährige begann sich besser zu wehren und nahm Kym früh den Aufschlag ab. Den Vorsprung wusste er allerdings nicht zu verteidigen. Und so war es der Schweizer, der mit einem weiteren Servicedurchbruch die Entscheidung herbeiführte. Er verwertete seinen ersten Matchball zum 6:1 und 6:4 und zeigte mit seinem ausgelassenen Jubel, wie viel ihm dieser Sieg bedeutete. «Ich liebe es für die Schweiz zu spielen und bin froh, das Team in Front gebracht zu haben», so Kym.
Hüsler behält in enger Partie die Nerven
Den Schwung des Teamkollegen nahm Marc-Andrea Hüsler gleich mit in die Partie gegen Juan Pablo Varillas. Auch der 28-jährige Zürcher nahm seinem Gegner bei erster Gelegenheit den Aufschlag ab. «Es gab mir ein gutes Gefühl, dass Jérôme sein Match bereits gewonnen hatte. Mit dem Vorsprung im Rücken konnte ich entspannter in meine Partie starten», so Hüsler. Danach entwickelte sich ein deutlich weniger einseitiger erster Satz als im Match davor. Es blieb beim einen Break, was der Schweizer Nummer zwei zum Satzgewinn gegen die peruanische Nummer eins reichte. Ganze acht Games lang passierte im zweiten Durchgang dann nichts Entscheidendes. Beide Spieler hielten ihren Service mal mehr und mal weniger souverän. Beim Stand von 4:4 gelang Marc-Andrea Hüsler schliesslich das gewinnbringende Break und nur wenige Minuten später war die Partie vorbei. Der Schweizer siegte mit 6:3 und 6:4 und sorgte dafür, dass das Securitas Swiss Davis Cup Team mit zwei Längen Vorsprung in den zweiten Tag der Begegnung starten wird. Captain Severin Lüthi: «Ich bin heute stolz auf meine Spieler und sehr zufrieden mit ihren Leistungen. Noch haben wir aber nichts gewonnen. Morgen wollen wir möglichst schon im Doppel den Sack zumachen.»
Komfortable Ausgangslage für den zweiten Tag
Die Entscheidung zwischen der Schweiz und Peru fällt morgen Samstag. Die Mannschaft, die zuerst drei Punkte auf ihrem Konto hat, gewinnt die Begegnung. In der ersten Partie des Tages treffen Marc-Andrea Hüsler und Dominic Stricker im Doppel auf die Brüder Arklon und Conner Huertas del Pino. Im dritten Einzel bekommt es Jérôme Kym anschliessend mit Juan Pablo Varillas zu tun. Und sollte die Entscheidung auch nach vier Partien noch nicht gefallen sein, wir diese im Duell zwischen Marc-Andrea Hüsler und Ignacio Buse herbeigeführt. Für die Matches des zweiten Tages können beide Captains noch Änderungen in ihren Aufstellungen vornehmen.
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