Stellungnahme Swiss Tennis im Fall Masárová

12. Januar 2018, 15:25

Stellungnahme Swiss Tennis im Fall Masárová

Rebeka Masarova 

Seit einigen Tagen wird das 18-jährige Nachwuchstalent Rebeka Masárová in der Weltrangliste  als Spanierin geführt. Masárová, Tochter einer Spanierin und eines Slowaken, besitzt alle drei Nationalitäten. Bis Anfang 2018 trat die Baslerin jeweils als Schweizerin an.


Swiss Tennis wurde vor einigen Tagen vom Internationalen Tennisverband (ITF) schriftlich informiert, dass die Familie Masárová kurz vor Weihnachten einen Antrag auf Nationenwechsel eingereicht hat. Neu soll Rebeka für Spanien spielberechtigt sein. Seit einigen Tagen wird sie nun in der Weltrangliste unter Spanien aufgeführt.  

Noch vor wenigen Monaten hatte sich Rebeka, die 2016 für die Schweiz an den Europameisterschaften U18 in Klosters antrat, entschieden, inskünftig für die Schweiz Fed Cup spielen zu wollen und unterschrieb das entsprechende Gesuch. Der Internationale Tennisverband bestätigte 2017 gegenüber Swiss Tennis, dass Rebeka für die Schweiz spielberechtigt sei.

Im Dezember trainierte Rebeka, die von Swiss Tennis in den vergangenen Jahren auch finanziell unterstützt wurde, während einiger Tage im Nationalen Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel. Swiss Tennis hat die Information über den beantragten Nationenwechsel deshalb überrascht zur Kenntnis genommen. Mittlerweile trainiert Rebeka bereits in Barcelona/Spanien.

Gemäss geltenden Fed-Cup-Regelungen kann eine Spielerin die Nationalität wechseln, wenn sie noch für keine andere Nation gespielt hat. Da Masárová noch keine Fed-Cup-Begegnung für die Schweiz absolviert hat, kann der spanische Verband bei der ITF beantragen, dass Rebeka auch im Nationenwettbewerb inskünftig unter spanischer Flagge antritt. Swiss Tennis wird in einem solchen Fall  vom Internationalen Tennisverband kontaktiert werden und dazu Stellung nehmen können. Auf WTA-Level kann die Nationalität unabhängig vom Verband gewechselt werden. 

Swiss Tennis Präsident René Stammbach bedauert denn auch aus Schweizer Sicht die Entscheidung der Athletin und ihrem direkten Umfeld und sieht zwei unmittelbare Handlungsfelder: „Ich habe eine Überprüfung der „Causa Masárová“ aus juristischer Sicht in Auftrag gegeben und Swiss Tennis wird beim Internationalen Tennisverband (ITF) beantragen, die Problematik des Nationenwechsels nachdem ein anderer Ausbildungsverband die Nachwuchsförderung geleistet hat, auf internationaler Ebene einer für alle Parteien fairen Lösung zuzuführen.“

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