Nur eines der Teams aus der Dreiergruppe mit der Schweiz, Polen und der Ukraine qualifiziert sich am Ende dieser Woche für die Billie Jean King Cup Qualifiers. Schaut man sich nun an, wie die Gegnerinnen der Schweiz personell aufgestellt sind, kommt man schnell zur Erkenntnis, dass die Favoritenrolle nicht der Equipe um Captain Heinz Günthardt zuzuordnen ist. Speziell die Ukraine – mit Elina Svitolina (WTA 18) und Marta Kostyuk (WTA 25) – ist auf dem Papier stärker einzuschätzen. Währenddessen wollen die Polinnen, angeführt von Magda Linette (WTA 30), in Radom vom Heimvorteil profitieren. Vorzeichen, von denen sich die Schweizerinnen nicht abschrecken lassen, wie Günthardt betont: «Man nimmt die Weltrangliste nicht mit auf den Platz und wir haben schon einige Male bewiesen, dass wir in den richtigen Momenten mit der Weltklasse mithalten können. Wir werden auch hier in jeder Sekunde versuchen, unser Bestes zu geben. Leicht wird es ganz sicher nicht sein, gegen uns zu spielen.»
Spezielle Unterlage und ein ausverkauftes Stadion
Zu reden gibt im Vorfeld der Begegnungen die spezielle Unterlage in der Halle von Radom. Auf dem künstlichen Sandplatz, welcher in dieser Form auf der WTA-Tour nur beim Turnier von Stuttgart zu finden ist, springen die Bälle teilweise etwas unberechenbar ab. Kein Problem für Viktorija Golubic (WTA 93), die sagt: «Wir trainieren die ganze Woche auf diesem Platz und können uns entsprechend angewöhnen. Ausserdem begünstigt der Belag ein variantenreiches Spiel, was mir entgegenkommt.» Für das morgige Duell zwischen der Schweiz und Gastgeber Polen ist das Stadion mit über 5 000 Plätzen bereits restlos ausverkauft. «Ich freue mich sehr auf die Stimmung, auch wenn natürlich vor allem polnische Fans hier sein werden. Das macht diesen Wettbewerb aus und gibt uns eine tolle Energie», blickt Céline Naef (WTA 178) voraus. Im gesamten Securitas Team Schweiz ist die Vorfreude auf die anstehenden Begegnungen zu spüren. Jil Teichmann (WTA 96) fügt an: «Neben der Vorfreude nehmen auch Anspannung und Nervosität langsam zu, schliesslich wollen wir uns hier für die Finals qualifizieren.» In eine für sie neue Welt taucht diese Woche Susan Bandecchi (WTA 189) ein. Die Tessinerin ist erstmalig Teil des Teams und will in möglichst viele Erfahrungen sammeln. «Ich rechne nicht damit, als Neuling sogleich für die Matches nominiert zu werden. Wenn Heinz mich aber braucht, bin ich bereit.»
Die Begegnung zwischen der Schweiz und Polen startet morgen Donnerstag um 15 Uhr. Das Duell mit der Ukraine steht dann am Samstag, ebenfalls ab 15 Uhr, auf dem Programm. Alle Spiele der Schweizerinnen werden auf den Kanälen der SRG (SRF, RTS, RSI) live übertragen.




