Bei den mehr als 700 Fans in der Bieler Swiss Tennis Arena sorgten Dominic Stricker und Jakub Paul mit ihrer Leistung im Doppel gegen Moez Echargui und Skander Mansouri für eine hervorragende Stimmung. Sie gewannen die Partie in zwei Sätzen und machten damit – nachdem gestern Jérôme Kym und Leandro Riedi das Securitas Swiss Davis Cup Team komfortabel in Führung gebracht hatten – alles klar.
Stricker und Paul machen den Sack zu
Insgesamt sechs Breakchancen erspielte sich das Schweizer Duo im ersten Durchgang. Eine davon verwerteten Stricker und Paul, was bereits zum Satzgewinn reichte. Die Tunesier, die ebenfalls zu ihren Möglichkeiten kamen, hielten aber auch in der Folge gut mit. In Satz Nummer zwei vermochten alle vier Spieler ihre Aufschlagspiele durchzubringen, was unweigerlich im Tie-Break endete. Dort packte Dominic Stricker dann den Winner des Tages aus, als er einen Ball flach am Netzpfosten vorbei in der Platzhälfte der Tunesier versenkte. Ihren dritten Matchball verwerteten die Schweizer schliesslich zum 6:4, 7:6 und damit zum entscheidenden Sieg in dieser Begegnung.
Dominic Stricker: «Es war uns sehr wichtig, gleich im ersten Match heute die Entscheidung zu herbeizuführen und keine Spannung mehr aufkommen zu lassen. Wir sind stolz, wie wir das geschafft haben, wobei uns das Publikum sehr dabei geholfen hat.»
Jakub Paul: «Wir haben gemeinsam eine super Energie auf den Platz gebracht. Ich als Rechts- und Dominic als Linkshänder ergänzen uns perfekt. Es macht einfach Spass, mit ihm zusammen zu spielen.»
Brunold überzeugt beim Debüt im Davis Cup
Fürs darauffolgende Einzel, das für den Ausgang der Begegnung keine Bedeutung mehr hatte, nominierte Captain Severin Lüthi den Debütanten Mika Brunold (ATP 453). Der 21-jährige Baselbieter durfte sich bei seiner Davis-Cup-Premiere mit Aziz Ouakaa (ATP 621) messen und tat dies mit Bravour. Brunold siegte klar in zwei Sätzen mit 6:2, 6:2 und rundete damit die Begegnung für sein Team perfekt ab.
Mika Brunold: «Nachdem Dominic und Jakub das Doppel gewonnen hatten, konnte ich befreit aufspielen und das Match geniessen. Die Stimmung in der Arena war top und ich bin dankbar dafür, dass die Fans für mein Spiel blieben, obwohl die Entscheidung in der Begegnung bereits vorher gefallen war.»
Nächste Begegnung im September
Somit tritt das Securitas Swiss Davis Cup Team Mitte September in der Weltgruppe 1 an. Gegen wen, das wird die Auslosung am kommenden Donnerstag zeigen. Ein weiterer Erfolg im Herbst und Severin Lüthi und seine Spieler könnten nächstes Jahr wieder im Konzert der ganz Grossen mitspielen – sprich in den Qualifiers um einen Platz in den Finals kämpfen.
Severin Lüthi: «Ich bin natürlich sehr zufrieden damit, wie alles gelaufen ist, auch wenn das Resultat am Ende etwas deutlicher daherkommt, als es die einzelnen Spiele waren. Ich denke da nicht zuletzt an das Doppel von heute, das sehr ausgeglichen war. Letztlich bin ich stolz auf dieses junge, motivierte Team, das mich positiv in die Zukunft blicken lässst.»


