Leandro Riedi gewinnt Doppeltitel an den Australian Open!

31. Januar 2020, 17:20

Leandro Riedi gewinnt Doppeltitel an den Australian Open!

Schweizer Triumph in Melbourne: Leandro Riedi gewinnt am Australian Open die Doppel-Konkurrenz.

Ein besseres - nachträgliches - Geburtstagsgeschenk konnte sich der 18-jährige Zürcher Leandro Riedi nicht machen: zusammen mit seinem rumänischen Doppelpartner gewann er das Juniorenturnier der Australia Open. 

Riedi, der am 27. Januar 18 Jahre alt wurde, gewann zusammen mit seinem rumänischen Partner Nicholas Ionel im Final gegen das polnisch-lettische Duo Mikolaj Lorens und Karlis Ozolins 6:7 (8:10), 7:5, 10:4. Riedi ist der erste Vertreter von Swiss Tennis seit dem Sieg 1993 von Joana Manta im Juniorinnen-Doppel, der in Melbourne in einer Junioren-Konkurrenz triumphieren konnte. 1998 hatte Roger Federer zusammen mit dem Belgier Oliver Rochus in Wimbledon triumphiert. 

"Die Woche war unglaublich. Ich bin überglücklich und stolz, dass wir es geschafft haben", so Riedi nach der Pokalübergabe. "Ich habe vorher noch nie mit Nicholas zusammengespielt, aber bereits in der ersten Runde habe ich gespürt, dass wir gut harmonieren. Aber am Schluss noch die nötige Energie zu finden, um in diesem knappen Match zu gewinnen, das war einfach unglaublich." Seine Trainingskollegen Dominic Stricker und Jérôme Kym, die Riedi im Halbfinal ausgeschalten hatte, liessen es sich natürlich nicht nehmen, ihren Freund bis zum Schluss anzufeuern. Und auch Sven Swinnen, Nationalcoach bei Swiss Tennis, freute sich über den Erfolg seines Schützlings: "Es waren intensive und lehrreiche Wochen mit Ups und Downs und jetzt mit einem Happy-End. Ich hoffe, dass die Jungs die richtigen Schlüsse aus diesen Erfahrungen ziehen können." 

Auch wenn Riedi seit mehreren Jahren im Nationalen Leistungszentrum in Biel trainiert, dieser Erfolg gehört auch seinen früheren Trainern Sven Leuzinger und Clemens Breuss. Alessandro Greco, Leiter Spitzensport bei Swiss Tennis, erklärte kürzlich in einem Interview mit dem Bieler Tagblatt, welche Erwartungen er an die drei Jungs und Jeffrey von der Schulenburg hat, der in Zürich trainiert. Er sprach von einer Chance bei fünf Turnieren, den vier Grand Slams sowie den Europameisterschaften in Klosters. «Jene, die wirklich gut sind, starten durch, andere können sich in einzelnen Turnieren beweisen, dass sie das auch schaffen können.» Dazu brauche es die nötige Form zum richtigen Zeitpunkt und etwas Losglück. Greco erhofft sich, dass alle vier Spieler an mindestens einem Turnier ganz vorne mitmischen, um eben dieses Zeichen zu setzen. Ein erstes Zeichen haben die Jungs gesetzt: Riedi mit dem Titel im Doppel und Dominic Stricker, der im Viertelfinal der aktuellen Nummer 1 der Welt nur knapp in drei Sätzen unterlag. 

 

Interview mit Leandro Riedi (SRF) 

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